Mittwoch, 20. September 2017

SPD-Ortsbegehung Nummer 4: Diskussionen zu Büchelberger Themen – Bürgerbus im Gespräch – Radweg wird gebraucht

31. August 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Dr. Dennis Nitsche, SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat.

Büchelberg – Die vierte Ortsbegehung des SPD-Stadtverbands führte Stadträte und Bürger am 27. August nach Büchelberg.

Gleich beim ersten Thema – öffentlicher Nahverkehr und Anbindung an das Radwegenetz – wurde deutlich, dass nach wie vor großer Handlungsbedarf besteht.

Von Seiten beteiligter Bürger wurde nachdrücklich der Bau eines Radwegs Richtung Kandel angemahnt, aber auch die Radwegeverbindung nach Wörth wurde dringlich gefordert.

Dabei wurde auch die für Radfahrer gefährliche Querung über die stark befahrene Bienwald-B9 angesprochen.

Die Teilnehmer stimmten überein, dass es nicht um die Alternative „Radweg nach Kandel“ oder „Radweg nach Wörth“ gehen dürfe. Aufgrund des tatsächlichen Bedarfs sei der Radweg nach Kandel wichtig, aber im Sinne eines gesamtstädtischen Radwegenetzes müsse auch die Anbindung nach Wörth gegeben sein. Offen blieb die Frage nach der Finanzierung der Radwege – zuständig wäre zunächst der Kreis, der jedoch wegen „finanzieller Klammheit“ bislang nicht tätig geworden sei.

Zur Verbesserung der Mobilität von älteren Mitbürgern wurde der Vorschlag zur Schaffung eines Bürgerbusses diskutiert. „Ein Bürgerbus könnte reguläre Fahrten zu Ärzten und Einkaufsgelegenheiten anbieten, aber auch durch flexible Rufbarkeit gerade älteren Mitbürgern oder Jugendlichen mehr Unabhängigkeit bieten“, begründete Dr. Dennis Nitsche, Bewerber um das Amt des Bürgermeisters, seinen Vorschlag.

„Zugleich könnte ein Bürgerbus auch an Wochenenden und außerhalb der Linienbuszeiten den Besuch von Veranstaltungen und Festen in anderen Ortsteilen ermöglichen.“

Zum Thema Bürgerbus lädt Nitsche demnächst zu einer Veranstaltung in Büchelberg ein, bei der Experten von bestehenden Bürgerbus-Konzepten berichten sollen. Zudem müsse geklärt werden, welches Angebot die Bürger zu welchen Zeiten benötigten und wie ein Betriebsmodell und die Finanzierung aussehen könnten.

Die demographische Entwicklung in Büchelberg wurde intensiv diskutiert. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass ein Mindest-Angebot an Infrastruktur erforderlich ist, damit Büchelberg als Wohnort attraktiv bleibe. Dazu zählten die Einkaufsmöglichkeit im Ort, aber auch Kindergarten und Grundschule. Der SPD Stadtverband sprach sich dafür aus, die Grundschule zu erhalten.

Die Wiedereinführung der Gemeindeschwester als lokale Pflege- und Betreuungskraft wurde ebenfalls diskutiert. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat am 1. Juli 2015 einen Modellversuch gestartet, der aus Sicht der SPD auch für Büchelberg interessant sein könnte. „Unser Ziel muss es sein, ältere Menschen so zu unterstützen, dass sie möglichst lange leben können, wie es sich viele wünschen: selbstbestimmt und im eigenen Zuhause“, betonte Nitsche.

Die Stadt Wörth und der Kreis sollten sich in der nächsten Ausschreibungsrunde unbedingt um eine Aufnahme in das Programm bewerben, so Nitsche.

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