Samstag, 18. November 2017

Smartphone, Tablet & Co. – wie im Urlaub die Roaming-Kosten begrenzen?

26. Juni 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Smartphones & Apps

 

Internet und Telefonieren im Ausland kann schnell die Kosten in die Höhe treiben – oft unbemerkt. Die böse Überraschung kommt mit der nächsten Abrechnung.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat zur Begrenzung von Datenkosten im Ausland einige Tipps.

 Neben Smartphones gehen in diesem Jahr vermutlich auch Tablets und internetfähige E-Book-Reader verstärkt mit auf Reisen. Gut, dass rechtzeitig zu Ferienbeginn, ab 1. Juli sowohl die Preise für Handy-Telefonate, Kurznachrichten (SMS) als auch für mobiles Internet in der EU, Norwegen, Island und Liechtenstein sinken.

„Schutz vor ausufernden Kosten bietet der Cut-off-Mechanismus, ein weltweit geltender Kostenairbag,“ erläutert Martina Totz, Juristin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Er führt automatisch zu einer Trennung der Mobilfunk-Verbindung, wenn Kosten in Höhe von 59,50 Euro entstanden sind – vorausgesetzt der eigene Mobilfunk-Anbieter hat seinen Sitz innerhalb der EU.“ Kunden können wahlweise ein höheres Limit einrichten lassen.

Tages- und Wochenpass mit unterschiedlichen Tarifmodellen

Viele Mobilfunkanbieter bieten ihren Kunden neben den EU-Roaming-Tarifen spezielle Auslandsoptionen für Telefonie, SMS oder mobiles Internet im Ausland an. Diese verkaufen sie zum Beispiel als Tages- und Wochenpass mit unterschiedlichen Tarifmodellen, Länderpaketen und Preisen.

Häufig kann man sie nur direkt im Ausland erwerben. In jedem Fall sollte man sich vor Reiseantritt bei seinem Mobilfunkanbieter darüber informieren, wie man ein solches Paket buchen kann, was es kostet und was passiert, wenn man das Inklusiv-Volumen überschreitet. Einige Verträge sind bereits auf die eigenen Angebote der Anbieter voreingestellt. Betroffene, die die EU-Roaming-Preise nutzen möchten, müssen gezielt die Umstellung beantragen.

Die wichtigsten Tipps zum Umgang mit Smartphones, Tablets und Co. im Urlaub:

o  Deutschland-Urlauber in der Nähe von Grenzen zu Nachbarstaaten müssen darauf achten, dass sich ihr Handy oder Tablet nicht in das ausländisches Mobilfunknetz einwählt. Wurde das Gerät nicht auf die „manuelle Netzwahl“ umgestellt, wählt es sich automatisch in das sendestärkste Netz ein.

o  Handy-Flatrates gelten nicht im Ausland. Für MMS gelten keine EU-Roaming-Preise.

o  Passt das deutsche Akku-Ladekabel in die Steckdose im Urlaubsland? In manchen Ländern ist ein Steckeradapter erforderlich.

o  Bei Anrufen nach Deutschland muss auch aus dem Mobilfunknetz die deutsche Vorwahl 0049 oder +49 vorgewählt werden. Wer seine Rufnummern in seinem Handy-Adressbuch gleich im internationalen Format abspeichert, erspart sich Arbeit. Zum Beispiel würde die Service-Festnetzrufnummer der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, im Format 0049 6131 28480 und nicht als 06131 28480 abgespeichert werden.

o  Das Abhören der Mailbox innerhalb der Europäischen Union kostet wie ein normaler Anruf nach Deutschland. Das Abhören außerhalb der EU wird jedoch richtig teuer, weil dafür zwei Roamingverbindungen berechnet werden: einmal für die Verbindung aus Deutschland in das Urlaubsland und wieder zurück nach Deutschland zum Mailbox-System des Anbieters.

o  Wird das Handy oder der Tablet-PC auch als Fotoapparat genutzt, sollten ausreichend Speicherkarten eingepackt werden.

o  Technische Geräte, wie Smartphones, Handys, Tablets etc., sollten nicht direkt in der Sonne liegen. Sandkörner und Meerwasser zerstören die empfindlichen Displays. Schutzhüllen bieten zumindest einen gewissen Schutz.

o  Roamingkosten umgeht man durch den Kauf einer Prepaidkarte im Reiseland. Wer angerufen werden möchte, darf nur nicht vergessen den Daheimgebliebenen seine neue Rufnummer mitzuteilen.

Die neuen Preise ab 1. Juli 2013

Ein Handy-Telefonat nach Deutschland kostet ab 1. Juli pro Minute noch 28,59 Cent. Bisher waren es ca. 35 Cent pro Minute. Für ankommende Handy-Gespräche muss man noch 8,33 Cent pro Minute statt derzeit ca.10 Cent pro Minute bezahlen, so die Verbraucherzentrale. Zusätzlich sinken auch die Preise für SMS auf 9,52 Cent/SMS. Nachdem es seit letztem Jahr eine Preisobergrenze für mobile Datenübertragung gibt, sinkt diese von ca. 83 Cent/ MB auf 53,55 Cent/ MB. Die Abrechnung muss in Kilobyte erfolgen (1kB-Takt). (red/VZ-RLP)

 

 

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