Bisher waren die Wege einfach geregelt: Wer Visitenkarten brauchte, ließ sie gestalten oder gestaltete sie selbst und übermittelte anschließend den Auftrag an eine Druckerei, um die Karten drucken und zusenden zu lassen.
Nun jedoch gibt es Geräte, die den Druckereipart eigens übernehmen können. Ist das die Zukunftslösung oder bleibt es bei den regelmäßigen Druckaufträgen?
Inhouse-Herstellung anstelle Druckerei
Es wäre keine Sache über Nacht, aber angenommen, es würden sich große Firmen zur Kosteneinsparung derartige Kartendruckgeräte und entsprechendes Material anschaffen, würde die Nachbeschaffung von Visitenkarten schneller und einfacher gehen. Das jedenfalls versprechen sich die Entwickler dieser Geräte.
Aber treffen sie damit tatsächlich den Nerv der Zeit und können Firmen überzeugen, weg von langjährigen Partnerdruckereien und hin zur Eigenorganisation zu gehen? Und würde sich das Preis-Leistungs-Verhältnis von stationären Kleingeräten plus des Inhouse-Mehraufwands lohnen, eine spezialisierte Druckerei zu umgehen?
Vermutlich nicht. Für kleine Firmen oder gar Einzelunternehmer wären Kosten bis nah an den vierstelligen Bereich vermutlich nicht lohnenswert, für große Firmen mit hunderten Mitarbeitern dagegen eventuell schon. Wo ständiger Bedarf an neuen Karten herrscht, die im Bereich Kundenbindung wie weiteres eine wichtige Rolle spielen, kann die kurzfristige Einsatzmöglichkeit solcher Geräte sehr hilfreich sein, weil Druckereikosten die Anschaffungskosten und Materialkosten überdecken können.
Qualitativ vergleichbar mit Druckerei-Ergebnissen?
Geräte wie die oben gezeigten sollen ein etwa gleiches Ergebnis wie die Spezialmaschinen der Druckereien erzeugen, aber klappt das auch immer? – Druckereien arbeiten mit verschiedenen Methoden, die sich in Digitaldruck, Offsetdruck, Laserdruck und Tintenstrahldruck aufteilen. Das kommt ganz auf die Auflage an, sowie die optischen Anforderungen. Außerdem werden bestimmte Veredelungstechniken für ganz individuelle Visitenkarten angeboten.
Diese Ergebnisse stehen nun den selbst gedruckten gegenüber, die im Laser- oder Tintenstrahldruckverfahren erzeugt wurden. Rein technisch ist den Geräten nichts anzuhängen, da sie auf die Anforderungen des Kartendrucks natürlich ausgelegt sind. Wer aber qualitativ hohe Ansprüche hat und Gebrauch von Veredelungstechniken und Extras wie abgerundete Ecken machen möchte, kommt an der Stelle nicht weiter.
Für die einfachen Visitenkarten reicht es aber vollkommen; diese können via Photoshop oder InDesign gestaltet werden oder aber mit einer mitgelieferten Gestaltungssoftware.
Davon zu sprechen, dass es sich um eine Zukunftslösung handelt, wäre zu weit hergeholt; aber sicherlich sind stationäre Kartendruckgeräte für einfache Visitenkarten eine gute Alternative, die sich vor allem langfristig mit entsprechender Nutzung rechnen kann.
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