Sonntag 8.Februar 2026

Zugbegleiter bei Angriff in Regionalexpress nahe Landstuhl lebensgefährlich verletzt

3. Februar 2026 | Kategorie: Kaiserslautern, Regional, Südwestpfalz und Westpfalz

Symbolfoto: Pfalz-Express

Landstuhl – In einem Regionalexpress bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Landstuhl in der Nähe von Kaiserslautern ist am Montagabend (2. Februar 2026) ein 36-jähriger Zugbegleiter bei einem gewalttätigen Angriff schwer verletzt worden.

Der Mann musste noch am Tatort reanimiert werden. (Nachtrag am 4. Februar 2026: Die Polizei teilte am 4. Februar 2026 mit, dass der Zugbegleiter an den schweren Verletzungen des Angriffs -> verstorben ist.) 

Nach Angaben der Polizei hatte der Zugbegleiter einen Fahrgast kontrolliert, der keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte. Als der Reisende daraufhin des Zuges verwiesen werden sollte, griff der 26-Jährige den Bahnmitarbeiter an. Dabei zog sich der Zugbegleiter lebensbedrohliche Verletzungen zu.

Waffe oder Fäuste? 

Ob der Angreifer so hart zugeschlagen oder ob er eine Waffe benutzt hatte, wollte die Polizei auf Nachfrage des Pfalz-Express aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht sagen. Weitere Angaben zum Tatverdächtigen gab sie zunächst nicht preis.

Nachtrag: Auf Anfrage des Pfalz-Express teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit, dass sich die Ermittlungen noch in einem sehr frühen Stadium befänden und deswegen „detaillierte Angaben zum Tat- und Nachtatgeschehen“ noch nicht möglich seien. Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen griechischen Staatsangehörigen. 

Fahrgäste leisten Erste Hilfe

Mehrere Fahrgäste alarmierten umgehend die Polizei und leisteten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Erste Hilfe. Der Verletzte wurde anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Der mutmaßliche Angreifer konnte noch vor Ort festgenommen werden. An dem Einsatz waren sowohl die saarländische Landespolizei als auch die Bundespolizei beteiligt.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags hat die Kriminaldirektion Kaiserslautern übernommen. Der Tatverdächtige soll noch am selben Tag einem Richter am Amtsgericht Zweibrücken vorgeführt werden. Zu den Hintergründen der Tat und dem genauen Ablauf ermittelt die Polizei weiterhin. 

 

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