Berlin – Wenn die Bundeswehr Munition durch Deutschland transportieren muss, dann greift sie auch auf zivile Speditionen zurück.
Das berichtet die Hessenschau des „Hessischen Rundfunks“. Reporter des Senders hatten bei Dreharbeiten einen augenscheinlich zivilen Transporter, der im Auftrag der Bundeswehr Munition beförderte, entdeckt. Er war nur mit einem Zivilisten als Fahrer besetzt, ansonsten unbewacht und lediglich mit einem Gefahrenzettel gekennzeichnet.
Das zuständige Logistikkommando der Bundeswehr bestätigt dem Sender die Transporte: „Die Logistik der Bundeswehr stützt sich auf eigene sowie auf dem freien Markt vorhandene Transportkapazitäten.“
Die jeweiligen Auftragnehmer, wie beispielsweise Spediteure oder Flugunternehmen, übernähmen dabei die Fracht und lieferten sie an die am Zielort befindlichen Bundeswehrkontingente oder Bundeswehrdienststellen. Die Planungen ziviler Vertragspartner erfolgten dabei durch die Unternehmen selbst.
Die verteidigungspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Christine Buchholz, fordert Aufklärung: „Es kann nicht sein, dass Munition auf Fahrzeugen durch die Republik gekarrt wird, die nicht anständig gesichert ist, und möglicherweise Situationen entstehen können, wo die Ladung nicht bewacht ist.“
Es sei in der Vergangenheit öfter vorgekommen, dass Munition an verschiedenen Stellen entwendet wurde, und das sei ein „unkalkulierbares Risiko für die Öffentlichkeit“, so Buchholz.
Der bei den Dreharbeiten des Senders in Kirchheim kontrollierte Laster hatte laut Deklaration mehrere Paletten Patronen für Handfeuerwaffen geladen. Unter Handfeuerwaffen fasst die Bundeswehr neben Pistolen auch Gewehre, Maschinenpistolen, Maschinengewehre und Panzerfäuste zusammen. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken


Stelzenberg/Kreis Kaiserslautern – Die Tauchergruppe der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei war heute Vormittag erneut am Walzweiher an der Bundesstraße 270 im Einsatz. Die technische ...
Berlin – Der bayerische CSU-Innenminister Joachim Herrmann fordert, die Bundeswehr künftig am Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum (GTAZ) zu beteiligen. „Ich halte das selbstverständlich für ...
Berlin – Angesichts des zunehmenden Engagements der Bundeswehr in der Flüchtlingskrise verlangt die SPD eine personelle Aufstockung der Streitkräfte: In einem Positionspapier ...
Berlin – Die Bundeswehr hat ihren Ausbildungseinsatz für kurdische Peschmerga-Einheiten am heutigen Sonntag wieder aufgenommen. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums dem ...
Berlin – Die Bundeswehr mustert ihr Standardgewehr G36 aus. „Wir haben uns im Einvernehmen mit der militärischen Führung für einen klaren Schnitt ...
Berlin – Die Bundeswehr bereitet sich gegenwärtig auf Übungen mit der Polizei für einen Einsatz im Innern vor. Entsprechende Planungen sollen bereits ...
Berlin – Die Bundeswehr hat im Zuge der Affäre um Franco A. offenbar einen weiteren Soldaten wegen rechtsextremer Äußerungen vom Dienst suspendiert. ...
Berlin – Die Bundeswehr lässt ihre Piloten wegen des schlechten Zustands ihrer Helikopterflotte künftig auch in ADAC-Hubschraubern trainieren. Für rund 21 Millionen ...
Berlin- Bei der Bundeswehr hat es Anfang des Jahres offenbar einen schwerwiegenden Waffendiebstahl gegen. Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch, berichtet ...
München – Die Bundeswehr hat sich beim Münchener Amoklauf offenbar schon für einen Einsatz bereit gemacht. Die Alarmbereitschaft ging auf eine Bitte ...












Wenn die Frau Buchholz net so’n Uffschtand mache dät… sondern sich vorher in den einschlägigen Fachgremien informiert hätte, würde sie voller Verwunderung feststellen, dass sowohl das ADR und auch die GGVSE den Transport von Munition und ähnlicher Explosiva exakt regelt. Zudem gibt es eine von der Bundesregierung herausgegebene Praxisinformation ‚Munitionstransport‘, welches ebenso die notwendigen Maßnahmen und Richtlinien für solche Transporte beschreibt (Website der OECD)
Und es sind nicht einfach ‚irgendwelche‘ Speditionen, die das übernehmen, das sind sogenannte Fachspeditionen. Die sind gesondert und besonders geschult, werden von den Behörden regelmäßig ge- und überprüft und haben amtliche Genehmigungen zum Transport solcher Sachen. Die wissen was sie tun.