Sonntag 17.Mai 2026

ZI-Druckguss in Bad Bergzabern vor dem Aus: Insolvenzverwalter bestätigt Betriebsschließung und Kündigung von 52 Mitarbeitern

31. Juli 2025 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Wirtschaft in der Region

Symbolbild: Pfalz-Express

Bad Bergzabern – Die ZI-Druckguss GmbH steht vor dem Aus.

Der Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Martin Wiedemann hat angeordnet, die Hausproduktion zum 31. Oktober 2025 einzustellen. Das bestätigte er dem Pfalz-Express.

Insgesamt wurden 52 Beschäftigte zum Stichtag gekündigt, einige bereits zum 1. August freigestellt. „Es gab keinen anderen Weg mehr“, bedauerte Wiedemann. Die Schließung sei aufgrund ausbleibender Finanzierung unvermeidlich gewesen.

Ein möglicher Investor sei noch im Gespräch – konkrete Zusagen gebe es jedoch nicht. „Solange die Finanzierung nicht gesichert ist, bleibt die Zukunft des Betriebs ungewiss“, so Wiedemann.

Bis Ende Oktober sollen die verbliebenen Mitarbeiter nun noch in der Hausproduktion weiterarbeiten, während der Insolvenzverwalter parallel mit dem potenziellen Investor verhandelt und die Abwicklung mit den Kunden abstimmt. 

Ob es noch eine Wende geben kann? „Es gibt immer Chancen“, sagt Wiedemann, schränkt aber ein: Die Gesellschaft habe in den vergangenen Jahren erhebliche Verluste verzeichnet. Seit 2024 seien keine neuen Mittel mehr in das Unternehmen geflossen. Ob der verbliebene Interessent die Finanzierung dauerhaft sichern kann, ist fraglich. Weitere Angaben wollte Wiedemann derzeit nicht machen.

Das Traditionsunternehmen in der Kapeller Straße ist seit über 40 Jahren auf Aluminiumdruckguss sowie die Bearbeitung von Aluminium und Stahl spezialisiert. In Bad Bergzabern fertigt die Firma mit zweitweise rund 100 Mitarbeitern auf über 16.000 Quadratmetern für Kunden aus unterschiedlichen Branchen.

Schweitzer hofft auf schnelle Vermittlung der Beschäftigten

Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD), selbst wohnhaft in Bad Bergzabern, erklärte auf Anfrage des Pfalz-Express: „Es ist bedauerlich, dass kein Investor für das in Schieflage geratene Unternehmen gefunden werden konnte. Jetzt hat es oberste Priorität, zeitnah alternative Beschäftigungen für die gekündigte Belegschaft zu finden. Die Agentur für Arbeit hat zugesagt, die Betroffenen zügig zu beraten und die Arbeitslosmeldungen aufzunehmen. Gleichzeitig werden Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Unternehmen geprüft.“ (cli)

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