Freitag 23.Oktober 2026

Neue Drehleiter offiziell übergeben – Investition von rund 1,04 Millionen Euro stärkt den Brand- und Katastrophenschutz

Fahrzeug hat sich bereits bei erstem Großeinsatz bewährt

23. Oktober 2026 | Kategorie: Landau

Steffen Diehl und Uwe Bünning, stellvertretende Einheitsführer der Einheit Landau-Stadt, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch, stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Bumb und Oberbürgermeister Dominik Geißler (v.l.n.r.) bei der Übergabe der neuen Drehleiter.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Landau

Landau. Im Rahmen des Tags der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Landau ist die neue Drehleiter mit Korb (DLK 23-12) offiziell an die Feuerwehr übergeben worden.

Oberbürgermeister Dominik Geißler überreichte symbolisch den Fahrzeugschlüssel an den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch sowie dessen Stellvertreter.
„Mit dieser neuen Drehleiter investieren wir ganz konkret in die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt“, betont Oberbürgermeister Dominik Geißler.

„Landau wächst und entwickelt sich weiter. Damit verändern sich auch die Anforderungen an unsere Feuerwehr. Es ist deshalb unsere Aufgabe als Stadt, den Kameradinnen und Kameraden moderne und leistungsfähige Technik an die Hand zu geben, mit der sie ihre verantwortungsvolle Arbeit sicher und effektiv leisten können.

Gleichzeitig gilt mein besonderer Dank allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die mit großem Fachwissen und erheblichem persönlichem Einsatz an diesem Projekt mitgewirkt haben“.
Der Beschaffung war ein umfangreicher Planungs- und Ausschreibungsprozess vorausgegangen. Eine Arbeitsgruppe aus haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen erarbeitete zunächst ein Lastenheft und sichtete im Frühjahr 2025 die aktuellen Fahrzeugmodelle. Die europaweite Ausschreibung konnte bereits im Juli 2025 veröffentlicht werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Rosenbauer in Karlsruhe.

„Die Beschaffung eines solchen Hubrettungsfahrzeugs ist ein komplexes Projekt, bei dem viele technische, taktische und organisatorische Anforderungen zusammengeführt werden müssen“, erklärt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch.

„Dass wir von der ersten fachlichen Planung bis zur Ausbildung unserer Einsatzkräfte einen so engen Zeitplan einhalten konnten, ist vor allem dem außerordentlichen Engagement der beteiligten Kameradinnen und Kameraden zu verdanken. Die neue Drehleiter erweitert unsere taktischen Möglichkeiten deutlich und ist ein wichtiger Baustein für die Gefahrenabwehr in einer wachsenden Stadt.“

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Ausbildung der Einsatzkräfte. Bis Ende August wurden 15 Maschinisten und 18 Korbfahrer auf das neue Fahrzeug eingewiesen. Allein die 15 Multiplikatoren erbrachten für ihre eigene Herstellerschulung sowie die Ausbildung der Maschinisten und Korbfahrer insgesamt 450 zusätzliche Stunden im Ehrendienst.

Dies war insbesondere deshalb erforderlich, weil sich Bedienung, Abläufe und Ausstattung der Drehleiter grundlegend von der bislang vorhandenen Teleskopgelenkmastbühne unterscheiden.

„Moderne Technik ist nur dann ein Gewinn, wenn die Mannschaft sie sicher beherrscht“, unterstreicht der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Bumb. „Die vielen zusätzlichen Ausbildungsstunden zeigen eindrucksvoll, mit welchem Engagement unsere Einsatzkräfte diese Aufgabe angenommen haben. Dieses Ehrenamt findet zu einem großen Teil außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung statt. Dass sich unsere Kameradinnen und Kameraden zusätzlich zu Einsatz- und Übungsdienst in dieser Intensität auf ein neues Fahrzeug vorbereiten, verdient höchste Anerkennung.“

Die neue Drehleiter ist am Standort Landau-Stadt stationiert. Die bisherige Teleskopmastbühne wechselt nach Queichheim. Noch bevor die reguläre Einführung vollständig abgeschlossen war, musste sich das neue Fahrzeug bereits im Einsatz bewähren: Beim Brand zweier Dachstühle in der Thomas-Nast-Straße am 30. August wurde die Drehleiter von der Einsatzleitung vorzeitig angefordert. Rund acht Stunden lang war sie dort im Einsatz und konnte ihre Leistungsfähigkeit unmittelbar unter Beweis stellen.

Nach Abschluss des gesamten Beschaffungsprojekts belaufen sich die Kosten für die DLK 23-12 einschließlich Beladung und technischer Ergänzungen auf rund 1,04 Millionen Euro. Damit liegt das Projekt innerhalb des vorgesehenen Budgets. Vom Land ist zudem ein Zuschuss in Höhe von 227.000 Euro in Aussicht gestellt.

Mit der offiziellen Übergabe beim Tag der offenen Tür fand das umfangreiche Beschaffungs- und Ausbildungsprojekt nun auch einen öffentlich sichtbaren Abschluss. Gleichzeitig konnten sich die Besucher selbst ein Bild von der neuen Technik machen und die Drehleiter aus nächster Nähe kennenlernen.

 

Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen