Samstag, 14. Dezember 2019

Wulff: Stimmung im Land ist „miserabel“

9. November 2019 | 8 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Christian Wulff
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – 30 Jahre nach dem Mauerfall ist Alt-Bundespräsident Christian Wulff unzufrieden mit dem Zustand des Landes.

Deutschland gehe es nicht gut, „weil trotz aller objektiv positiven Daten die Stimmung im Land miserabel ist“, sagte Wulff dem „Mannheimer Morgen“. Wulff sagte auch: „Nach den objektiv verfügbaren Zahlen geht es uns besser als jemals zuvor. Aber die schlechte Stimmung und die große Angst vor der Zukunft müssen wir ernst nehmen.“

Er wünsche sich „mehr Erklärungen der politischen Führungen: zum Wandel der Industrien, zur Stabilität des Euro, zur Digitalisierung, zur Verkehrsinfrastruktur, zum Klimaschutz“.

Wulff äußerte sich auch ausführlich zum Erfolg der AfD bei den ostdeutschen Landtagswahlen: „Wir können nach Gründen suchen, warum die AfD gewählt wird. Aber wir dürfen kein Verständnis dafür haben, dass man sie wählt“, erklärte das frühere Staatsoberhaupt. „Alle kennen die Rhetorik dieser Partei. Alle kennen das Spiel mit nationalsozialistischen Formulierungen und die bewussten Anlehnungen an die NS-Zeit.“

Er hoffe, „dass sich alle demokratischen Parteien von Extremisten fernhalten“. Laut Wulff vermittelt die AfD das Gefühl, „dass früher alles besser gewesen sei, was schlicht nicht stimmt“.

Und sie tue so, als könne sie dafür sorgen, das Rad zurückzudrehen, so der Alt-Bundespräsident weiter. „Die AfD bedient gerade in den neuen Ländern all das, was wir überwinden müssen: vor allem die Angst vor Fremden. Dabei ist doch erwiesen, dass gerade das Zusammenbringen von Menschen das beste Instrument gegen Vorurteile ist“, so Wulff. (dts Nachrichtenagentur)

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Zu den Kommentaren

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

8 Kommentare auf "Wulff: Stimmung im Land ist „miserabel“"

  1. qanon sagt:

    1. Die Wahl des Bundespräsidenten, die Wahl des Bundesklanzlers muß neu geordnet werden. (Direkte Wahl durch den Wähler).
    2. Volksabstimmungen müssen her nach Schweizer Vorbild.

    Dann könnte vermieden werden das solche Flachpfeifen wie C. Wulff in Amt und Würden kommen. Und danach so ein Bullshit verbreiten dürfen

    – Wulff sagte auch: „Nach den objektiv verfügbaren Zahlen geht es uns besser als jemals zuvor.
    – „mehr Erklärungen der politischen Führungen: zum Wandel der Industrien, zur Stabilität des Euro, zur Digitalisierung, zur Verkehrsinfrastruktur, zum Klimaschutz“.
    -„dass sich alle demokratischen Parteien von Extremisten fernhalten“.
    -„vor allem die Angst vor Fremden. Dabei ist doch erwiesen, dass gerade das Zusammenbringen von Menschen das beste Instrument gegen Vorurteile ist“,

    • Nessun Dorma sagt:

      „vor allem die Angst vor Fremden. Dabei ist doch erwiesen, dass gerade das Zusammenbringen von Menschen das beste Instrument gegen Vorurteile ist“

      C. Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland“

      Wiki:
      Christian Wulff wurde am 29. August 2014 in Hamburg zum Präsidenten des Euro-Mediterran-Arabischen Ländervereins (EMA) gewählt. … In dieser Organisation tritt Wulff für den Dialog der Kulturen ein. Auch mit Zuwanderung und der Integration von Zuwanderern befasst man sich in der EMA.[9] Seit Anfang 2014 engagiert er sich zudem als Mentor bei der Deutschlandstiftung Integration.

      welt de/politik/deutschland/article134481434/Christian-Wulff-fuehlt-mit-den-Muslimen.ht..
      Als neuer Präsident des Euro-Mediterran-Arabischen Ländervereins bricht Christian Wulff eine Lanze für den Islam. …

      • Bengt sagt:

        ,,Wenn einzelne durch Verzicht auf Fortpflanzung aus der Evolution ausscheiden möchten, dann ist das deren gutes Recht. Sie sind jedoch nicht berechtigt, Fortpflanzungschancen anderer Mitglieder ihrer Population zu verschenken, und schon gar nicht haben Politiker das Recht, eine multikulturelle Gesellschaft zu verordnen. Sie verstoßen damit gegen das ihnen übertragene Mandat, die Interessen ihres Volkes wahrzunehmen. Will man helfen, dann muß man es auf andere Weise tun, zum Beispiel indem man nach bestem Können darauf hinwirkt, daß sich die Verhältnisse in den Ursprungsländern der Einwanderer politisch und wirtschaftlich bessern. “

        Prof Dr Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Evolutionsgenetiker und Verhaltensforscher

        • Nessun Dorma sagt:

          „… Sie verstoßen damit gegen das ihnen übertragene Mandat, die Interessen ihres Volkes wahrzunehmen. …“

          Wenn es weiter nichts ist! Das verursacht den Mandatsträgern (noch?) keine schlaflosen Nächte.

  2. Demokrat sagt:

    Wulff ist ein optimales Beispiel um aufzuzeigen, was in unserem Land schief läuft.
    Er wird uns noch viel Geld kosten.

  3. Tim Weiler sagt:

    Faktisch geht es vielen hierzulande ab 30 so gut wie noch nie. Es ist aber unübersehbar, dass wir von der Substanz leben. Die Infrastruktur: eine Endlos-Baustelle aus dem letzen Jahrhundert. Die Digitalisierung: auf 3. Welt Niveau. Die Wirtschaftspolitik: Selbstzerstörerisch und völlig fehlgeleitet (Siehe Klimaschutz Unfug und Zerstörung guter Schlüsselindustrien) Die Migrationspolitik: Es werden Millionen ins Land gelassen und sogar im Rahmen von Resettlement eingeflogen um anschließend Milliarden dafür auszugeben, damit sie in den Arbeitsmarkt integriert werden – mit fataler Negativbilianz. Die Rentenpolitik: Dank Nullzins und Verschwendung ein Verarmungsprojekt für mind. 30% der Bürger. Freiheit und Meinungsäußerung: Etc. Etc.

  4. Bengt sagt:

    ,,Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde.
    Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“

    -Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim

  5. motzki sagt:

    Gefallen ihm die Folgen seiner ‚Bestellungswünsche‘ nicht mehr?
    Warum die Leute was anderes wählen als die selbsternannten Volksparteien ist ganz einfach erklärt.
    Wenn ein Bäcker schlechte und teure Brötchen verkauft habe ich das Recht den Bäcker zu wechseln wenn dieser seine Ware nicht an die Kunden anpasst und dem Kunden einreden will wie toll seine Brötchen laut Statistik sind. Da nützt ein Geschrei auch nichts mehr.
    Genau so ist das in der Politik.
    Wer unzufrieden ist sollte dringend den Anbieter wechseln, die Stimmung wird steigen.

Directory powered by Business Directory Plugin