Freitag, 22. November 2019

Wörther Grüne zu Kunstrasenplatz in Büchelberg: „Keine andere Möglichkeit“

31. Oktober 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Wörth – In der letzten Stadtratssitzung haben die Wörther Grünen mehrheitlich dafür gestimmt, den Bau des Büchelberger Kunstrasenplatzes aufzuschieben.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Der SV Büchelberg leistet viel für das Zusammenleben und die Gemeinschaft im Ortsbezirk. Mit dem neuen Jugendkonzept hat der Verein bisher großen Erfolg gehabt.“

Die Anzahl der Mitglieder sei in den letzten Jahren extrem gestiegen – das habe auch seinen Grund. „Die Arbeit des SV ist ungemein wichtig für das soziale Miteinander in Büchelberg“, sagt die Fraktionsvorsitzende Iris Lindner.

Tilman Köhler, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion: „Die Abstimmung im Stadtrat war nicht eine Entscheidung für oder gegen den SV Büchelberg. Keiner bezweifelt den Wert, den der Verein für unsere Stadt hat. Wir müssen aber akzeptieren, dass uns in dieser Frage die Hände gebunden sind: Würde der Stadtrat für den Kunstrasenplatz stimmen, bekämen wir mit Sicherheit nicht das Einverständnis der Kommunalaufsicht für unseren Nachtragshaushalt. Und dann hätten wir weder das Geld, um das laufende Geschäft in der Stadt aufrechtzuhalten, noch der SV Büchelberg seinen Kunstrasenplatz. Hier gewinnt niemand.“

Dazu komme, dass der Stadtrat einerseits Steuererhöhungen beschließe, andererseits aber Geld ausgebe, das die Stadt nicht habe. „Das ist doch unglaubwürdig“, so die Grünen-Politiker.

Die Situation sei historisch. Man habe sich noch nie in einer so großen finanziellen Krise befunden. „Als Stadtrat tragen wir hier die Verantwortung für alle Ortsbezirke. Dagegen können wir Ausgaben für einzelne Investitionen in dieser Höhe nicht verantworten. Wir werden Jahrzehnte brauchen, um die Schulden, die wir jetzt vor uns auftürmen, wieder abzubauen. Für den SV Büchelberg ist das zutiefst bedauerlich, aber wir haben momentan keine andere Möglichkeit“, so Lindner.

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