Berlin- Führende Infrastrukturunternehmen aus dem Energie- und Verkehrssektor haben eine Denkfabrik gegründet, um Bürgerdialoge bei Großprojekten zu verbessern.
„Dialoggesellschaft“ heißt die Initiative, die am Dienstag in Berlin ins Leben gerufen wurde, berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“. Gründungsmitglieder sind demnach das Pipeline-Konsortium Nord Stream, die Flughafen München GmbH, die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TransnetBW, das Windparkunternehmen Energiekontor sowie die Kommunikationsberatung Johanssen + Kretschmer.
„Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit bei großen Bauprojekten wird für Unternehmen immer wichtiger“, sagte Olivier Feix, Vorstand der Dialoggesellschaft und Kommunikationschef bei 50Hertz. Nicht nur, weil sich Großvorhaben durch Bürgerproteste immer wieder verzögerten, sondern auch, weil die Auseinandersetzung mit Bürgern zu klügeren Lösungen führe. „Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, erzielt bessere Ergebn isse“, so Feix.
In Arbeitsgruppen wollen die beteiligten Firmen diskutieren, welche Modelle von Bürgerbeteiligung es gibt und wie diese in die unternehmerische Praxis eingebunden werden können. Außerdem sind Dialogveranstaltungen und die Vergaben von wissenschaftlichen Studien geplant. (dts Nachrichtenagentur)

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