Berlin – Die deutsche Wirtschaft reagiert besorgt auf Berichte, wonach China über Importzölle nachdenkt, die vor allem deutsche Autobauer treffen würden.
Der Außenwirtschaftsexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ilja Nothnagel, sagte, er beobachte den Konflikt zunehmend mit Sorge. „Momentan sieht es so aus, als würde jeder auspacken, was er schon lange in der Schublade liegen hat“, sagte der Experte. „Die Geschwindigkeit, mit der gerade ein Thema nach dem anderen auf den Tisch kommt, lässt Zweifel aufkommen, ob beide Seiten wirklich noch das Ziel haben, Handelsschranken abzubauen.“
Anton Börner, der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, fordert von der europäischen Politik, im Gespräch mit China eine Lösung zu finden: „Ich hoffe weiter, dass man auch in Brüssel zur Vernunft zurückkehrt und nicht den letzten verbleibenden Konjunkturmotor in und für Europa abwürgt. Angesichts der fragilen konjunkturellen Lage sollte niemand weiter Sand ins Getriebe der Weltwirtschaft streuen“, sagte Börner“.
Auch DIHK-Experte Nothnagel mahnt die europäische Politik zu einer pragmatischen Verhandlungsführung: „Beide Seiten müssen das Zeitfenster, das jetzt offen steht, nutzen, um grundsätzlich darüber zu verhandeln, wie China und die EU künftig miteinander Handel treiben wollen.“ (red/dts Nachrichtenagentur)

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