
Dach mit Photovoltaikanlage.
Foto: Pfalz-Express
Photovoltaikanlagen sind in aller Munde, spielen sie als nachhaltige Stromquelle doch eine Schlüsselrolle in der angestrebten Energiewende.
Dementsprechend wird der Ausbau der Anlagen bundesweit mit interessanten Zuwendungen gefördert, um das Potenzial der privaten Haushalte abzurufen. Doch wie genau sehen die Förderungen eigentlich in Rheinland-Pfalz aus?
Ausbau geht nicht schnell genug
Das ehrgeizige Ziel der Politik, die Energiewende so schnell wie möglich umzusetzen, wird in Rheinland-Pfalz derzeit eher nicht erreicht. Immer wieder bemängeln Experten dabei, dass der Ausbau nicht zügig genug voranschreitet. Tatsächlich hinkt das Land seinen Zielen hinterher und tut sich schwer mit dem jährlichen Zubau.
Gleichzeitig ist diese Nachricht für all jene Hausbesitzer interessant, die bislang noch keine Anlage auf ihrem Dach installiert haben und eine Pv Anlage kaufen möchten. So hat das Land Rheinland-Pfalz weitere Einspeisevergütungen beschlossen, die sich als finanziell vorteilhaft für Privatpersonen erweisen könnten.
Mehr Geld für eingespeisten Strom
Der Anreiz liegt hauptsächlich darin, dass für eingespeisten Strom eine höhere Vergütung an Privathaushalte ausgezahlt wird. So erhalten Besitzer mit Anlagen bis 10 kWp derzeit 8,2 Cent pro KW für den Strom, den sie ins Netz einspeisen. Noch größere Anlagen über 10 kWp bekommen immerhin noch eine Vergütung von 7,1 Cent pro KW. Damit macht sich die Installation positiv bei der Stromrechnung bemerkbar.
Ein weiterer Anreiz soll mit der Streichung der Mehrwertsteuer beim Kauf von neuen Photovoltaikanlagen geschaffen werden. Auf der Suche nach einer effektiven Methode zum Energiesparen stellt eine PV-Anlage auf dem heimischen Dach durch die Förderungen eine sinnvolle Maßnahme dar.
Günstigere Kredite für die Anschaffung
Die Überlegung für eine PV-Anlage ist zwar der erste Schritt. Die Finanzierung stellt für viele Privatpersonen allerdings oftmals eine zu hohe Hürde dar. Hier gibt es deshalb die Möglichkeit, das Projekt mit vergünstigten Krediten der KFW durchzuführen. Diese fördert die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen.
Selbiges gilt für Batteriespeicher, mit denen sich überschüssiger Strom ins Stromnetz einspeisen lässt. Kredite der KFW müssen im Vorfeld bei der Bank beantragt werden, die wiederum den Kredit in die Wege leitet. Anschließend entscheidet die KFW über die Förderung und schließt den Kreditvertrag ab.
Somit erhalten mehr Hausbesitzer die Möglichkeit, eine nachhaltige Stromquelle zu installieren und ihren Teil zur Energiewende beizutragen.
Die Voraussetzungen für Photovoltaikanlagen im Überblick
Neben den Förderungsmöglichkeiten erleichtern einige weitere Punkte die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage. Um die Energie der Sonne voll ausnutzen zu können, gilt dies etwa für die Ausrichtung des Daches. Am besten geeignet sind Dächer, die nach Süden hin ausgerichtet sind.
Auf diese treffen die Sonnenstrahlen am intensivsten, wodurch die Besitzer mehr aus ihrer Anlage herausholen können. Trotzdem eignen sich die Anlagen auch für Dächer mit einer Ausrichtung nach Westen oder Osten. Dort gibt es zwar eine geringere Einstrahlung. Dennoch sind in sonnenreichen Gebieten gute Leistungen zu erwarten.
Insgesamt ist aktuell ein guter Zeitpunkt, um sich für die Installation einer Photovoltaikanlage zu entscheiden. Es gibt attraktive Fördermöglichkeiten, mit denen Privatpersonen Energie und Geld sparen können. Zudem sorgen vergünstigte Kredite für eine bessere Finanzierbarkeit, wodurch das Ziel einer Stromversorgung aus erneuerbaren Energien doch noch schneller als erwartet erreicht werden kann.
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