Berlin – Auf der Suche nach den Gründen für den Tod eines Soldaten nach einem Marsch im niedersächsischen Munster hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), vor Vorverurteilungen gewarnt.
„Solange wir nichts Genaues wissen, verbieten sich Spekulationen über die Schuldfrage der Soldaten“, sagte Bartels der „Rheinischen Post“.
Zuvor war gemutmaßt worden, dass Aufputschmittel zum Hitzschlag von mehreren Soldaten beigetragen haben könnten. „Das ist sehr ungewöhnlich und bleibt rätselhaft“, erklärte Bartels zum Kollaps der jungen Männer bei 27 Grad Außentemperatur.
Die Bundeswehr hatte berichtete, dass einer der Betroffenen von einem Energy Drink gesprochen habe. Immer mehr junge Menschen versuchten, sich auch mit Hilfe von bestimmten fragwürdigen Mitteln selbst zu optimieren, erläuterte Bartels. „Das ist ein gesellschaftlicher Trend, und deshalb würde es nicht überraschen, wenn es das auch in der Bundeswehr gäbe“, erklärte Bartels. Er verfüge jedoch in dieser Hinsicht über keine eigenen Erkenntnisse. (dts Nachrichtenagentur)

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