Dienstag, 15. Oktober 2019

VR Bank Südpfalz führt Strategie weiter – Videoberatung jetzt auch für Geschäftskunden

19. Mai 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Wirtschaft in der Region

Unter der Maxime „Viel mehr als eine Bank“ präsentierte der Vorstandsvorsitzende der VR Bank Südpfalz Christoph Ochs sein Haus rund 500 Vertretern und Gästen an der diesjährigen Vertreterversammlung in der Landauer Jugendstil-Festhalle.
Foto: vr bank südpfalz

Landau. Der Vorstand der VR Bank Südpfalz Christoph Ochs, Jürgen Büchler und Clifford Jordan, zeigte sich an der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank in der Landauer Jugendstil-Festhalle mit dem Geschäftsjahr 2017 sehr zufrieden.

221 stimmberechtigte Mitgliedervertreter waren anwesend. Darüber hinaus konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Wiesner über 300 Gäste zur Versammlung begrüßen.

Bei den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei es sicherlich nicht selbstverständlich, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück zu blicken, betonte Vorstandsvorsitzender Ochs.

„Die langanhaltende Niedrigzinsphase, die hohen regulatorischen Vorgaben der Bankenaufsicht und die Digitalisierung sind nach wie vor große Herausforderungen für unser Haus“, so der Bankvorstand.

Strategisch habe sich die südpfälzische Genossenschaftsbank auf diese Unwägbarkeiten im vergangenen Jahr ausgerichtet und ihre drei Stoßrichtungen „Wachsen – neue Geschäftsfelder erschließen – Prozesse optimieren“ seither konsequent verfolgt, so Ochs.

Die selbst gesteckten Wachstumsziele habe die Genossenschaftsbank erreicht und teilweise sogar übertroffen.

In ihrer 153-jährigen Geschichte wurde erstmals die 2-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Die Bilanzsumme ist um 4,7 Prozent (91,6 Millionen Euro) auf 2,05 Milliarden Euro gewachsen. Die positive Entwicklung zeige sich im Anstieg der Kundeneinlagen um 7,7 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro sowie im kontinuierlichen Wachstum des Kundenkreditvolumens um 3,9 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro.

Mit 405 Millionen Euro hat die Bank einen Rekord bei den Neukrediten aufgestellt. „Wir machen jedes vertretbare Kreditgeschäft, gehen aber keine Risiken ein, die nicht kalkulierbar sind“, erläuterte Ochs. 1,52 Milliarden Euro Kundenkredite stehen somit 1,59 Milliarden Euro Kundeneinlagen gegenüber. „Wir haben fast alle unsere Kundeneinlagen wieder an Kunden ausgeliehen. Das urgenossenschaftliche Prinzip“, so der Bankvorstand.

Zusammen mit dem Wertpapiervermögen und den Geldanlagen bei den Partnern im genossenschaftlichen Finanzverbund verwaltet die Bank Kundengelder in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Mit einer Steigerung des Provisionsergebnisses um 12,8 Prozent auf 15,2 Millionen Euro wirkt sie dem Niedrigzinsumfeld entgegen. Besonders stolz zeigte sich Ochs über die 18.541 Sparpläne im Bestand. „Es gibt für unsere Kunden momentan kein rentableres Produkt als den Riestervertrag“, ist der Bankvorstand überzeugt.

Die TÜV-qualifizierte Beratung in allen Bereichen habe sich bewährt. „Alle unsere großen Beratungsstrecken sind vom TÜV geprüft und unterliegen einer jährlichen Re-Zertifizierung“, so Ochs.

23,7 Millionen Euro hat die Genossenschaftsbank im vergangenen Jahr in die Erweiterung der Hauptstelle Landau, die Modernisierung der Filialen und „erheblich in die Technik“ investiert. „Eine zeitgemäße Betriebs- und Geschäftsausstattung ist für unser Haus unumgänglich“, betonte Ochs.

Durch den Einzug der internen Abteilungen in den Erweiterungsbau in der Waffenstraße 17 sei die Bank in ihrem strategischen Zielfeld Prozessoptimierung und Kosteneinsparung ein gutes Stück vorangekommen.

„Deutlich kürzere Wege bringen spürbar mehr Effizienz, sparen Schnittstellen und reduzieren die Leitungskosten. Mit der Offensive „papierloses Büro“ soll die Effizienz weiter gesteigert werden“, berichtet der Vorstand.

Die Verwaltungskosten konnten um 2,1 Prozent auf 38,5 Millionen Euro gesenkt werden. Der Personalbestand blieb nahezu konstant. „Junge Menschen für verschiedene Ausbildungs- und DH-Studiengänge werden bei der VR Bank Südpfalz händeringend gesucht“, appellierte Ochs.

Den Folgen des Zinstiefs begegnet die Bank mit neuen Ideen und Investitionen in neue Geschäftsfelder, die bereits Früchte tragen. Die VR-Hausverwaltung betreut nahezu 400 Einheiten.

Der VR-Privatsekretär, bei dem sich der Kunde Unterstützung im privaten Schriftverkehr, zur Instandhaltung seiner Immobilie sowie Hausmeisterdienste holen kann, wird zunehmend gewünscht.

Die Parkraumbewirtschaftung wird erweitert um ein Objekt in Edenkoben. Ergänzt wird das Portfolio durch Personaltrainings- und Coachings sowie eine Vielzahl von Beratungsleistungen, die in Zusammenhang mit der bundesweiten Vermarktung von VR-SISy (VR Service-Interaktivberatung per Video) von anderen Banken sowie Firmen nachgefragt werden.

„Vom Bodensee bis zur Küste sind wir mittlerweile mit VR-SISy vertreten“, so Ochs stolz, und führte eine stattliche Liste mit Finanzdienstleistern, aber auch Nahversorgern auf, die das Service-Interaktiv-System mittlerweile im Einsatz haben.

Die VR Bank Südpfalz selbst hat mittlerweile 15 ihrer insgesamt 38 Filialen in SISy-Stellen umgebaut; in Kürze kommen Geinsheim und Queichheim dazu. „Wir erhalten nach wie vor ein sehr gutes Feedback von unseren Kunden. Gerade die längeren Öffnungszeiten kommen sehr gut an“, so Ochs.

In einem Testumfeld entwickelt die Bank einen digitalen Briefkasten, damit der Kunde in den SISy-Filialen künftig auch Dokumente einreichen kann. Diese werden direkt digital weiterverarbeitet.

„Da mit einem weiteren Rückgang des Zinsergebnisses zu rechnen ist, möchte die Bank ihre erfolgreiche Strategie weiterführen und ihre drei Stoßrichtungen konsequent fortsetzen“, richtete Ochs den Blick nach vorne.

Neue innovative Leistungen werden für die Bankkunden neue Möglichkeiten eröffnen, wie der digitale Anlageassistent „MeinInvest“, mit dem der Kunde online Geld anlegen und die Leistungen einer professionellen Vermögensverwaltung genießen kann.

Ganz dem Wunsch ihrer Firmenkunden folgend, wurde VR-SISy explizit für diese Kundengruppe weiterentwickelt. Montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr können sich Geschäftskunden mit VR-Viki (Videokommunikationssystem für Interaktivberatung) per Videoberatung von zuhause oder unterwegs über das Smartphone, Tablet oder PC mit ihrem Kundenberater live austauschen.

Ein weiterer, ergänzender Zugangsweg für Firmenkunden, der die Kommunikation mit der Bank erleichtert. Der Kunde benötigt keinen Termin, die Fahrt zur Bank entfällt und der Handwerkskunde kann sein Anliegen auch in seiner Arbeitskleidung besprechen. Eine Beratungsoffensive hat die Bank mit ihrem VR-GenerationenPlan gestartet.

„Es lässt sich gleich viel besser leben, wenn die Vorsorge und Nachfolge geregelt ist“, weiß Ochs. „Deshalb besser heute schon an morgen denken.“ Nach dem erfolgreichen Bau des Schulze-Delitzsch-Carrées in Landau, wird die Bank erneut als Bauträger aktiv; dieses Mal errichtet das Kreditinstitut eine Wohnanlage in Burrweiler.

316.500 Euro hat die Bank im vergangenen Jahr für regionale Spenden- und Sponsoringmaßnahmen vergeben. Mit dem Crowdfundingportal „Viele-schaffen-mehr“ fördert die Bank das gesellschaftliche Engagement vor Ort.

16 regionale Projekte konnten 2017 realisiert werden, 48.166 EUR sammelten die Unterstützer, die Bank gab im CO-Funding nochmals 27.780 EUR hinzu. Aktuell freuen sich zwei Projekte in Nußdorf und Scheibenhardt über Unterstützung. Mehr Infos unter www.vrbank-suedpfalz.viele-schaffen-mehr.de

„Mit Fug und Recht kann ich heute sagen, dass die VR Bank Südpfalz in 2017 viel mehr war als eine Bank. Und das wird sie auch 2018 für ihre Kunden und die Region sein“, schloss Ochs seinen Bericht über die Geschäftsentwicklung ab. Oberbürgermeister Thomas Hirsch dankte der Bank für das große und breite Engagement in der Region und würdigte ihr vielseitiges Wirken für ihre Kunden.

Mit 18,2 Millionen Euro liegt das Betriebsergebnis leicht über dem Vorjahr. Die überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung von 17,4 Prozent übertrifft deutlich die gesetzlichen Vorschriften.

Mit dieser kontinuierlichen Substanzstärkung schafft die VR Bank Südpfalz eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau des Kundengeschäfts in den kommenden Jahren. 50.864 Mitglieder sind mittlerweile Teilhaber der Bank; 642 mehr als im Vorjahr. Die Versammlung genehmigte den Jahresabschluss 2017.

Der Verwendung des Jahresüberschusses von rund 4,9 Millionen Euro mit Ausschüttung einer Dividende von 5,6 Prozent für die ersten 15 Geschäftsanteile und 0,45 Prozent für alle weiteren Anteile stimmten die Vertreter zu.

Thomas Ehl (Scheibenhardt), Alexandra Kokkinis-Fellhauer (Germersheim) und Wolfgang Wiesner (Landau) schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Alle drei wurden von der Versammlung wiedergewählt.

 

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