
Alzheimer- Rose Götte beschreibt den Verlauf des Krankheitsbildes am Beispiel ihrer Mutter. Foto: beltz
Landau. Innerhalb der 28. Landauer Büchereitage findet am 18. September, 20 Uhr in der Landauer Stadtbibliothek eine Lesung und ein Vortrag mit Dr. Rose Götte, der früheren Kultusministerin von Rheinland-Pfalz statt. „Alzheimer – was tun?“ lautet ihr Thema.
Immer mehr Menschen leiden an Demenz. Wer hilft den Kranken und deren Angehörigen? Was geht in einem Alzheimer-Patienten vor und wie können Angehörige mit der Krankheit umgehen? Das sind Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden. Dr. Rose Götte hat über das Leben mit ihrer an Morbus Alzheimer erkrankten Mutter ein Buch geschrieben und 2007 in Kaiserslautern gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen eine Tagesstätte für Demenzpatienten gegründet.
Göttes Erfahrungsbericht zeigt, wie es ihr gelang, Wege zu finden, den Kranken in ihrer zunehmenden Hilfsbedürftigkeit die Menschenwürde zu bewahren.Heilen lässt sich die Alzheimer-Krankheit bislang nicht – aber es gibt Mittel und Wege, den Patienten und ihren Angehörigen ein menschenwürdiges Leben mit dem Leiden zu ermöglichen.
Dieser Erfahrungsbericht einer Familie will aufzeigen, wie man es schaffen kann, auch Alzheimer-Kranke im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Alltag teilhaben zu lassen.
„Heilen, das wussten wir, ist nach dem heutigen Stand der Forschung nicht möglich. Aber helfen, lindern, beistehen – die Krankheit erträglich machen für sie und für uns – das musste doch zu machen sein!“ sagt Götte. Eine an Alzheimer erkrankte Mutter und die wenig erfolgreiche Suche nach Ratschlägen für Betreuung und Pflege – aus dieser Situation heraus entwickelte die Autorin ein eigenes Konzept für den Umgang mit Pflegebedürftigen mit dem Ziel, Unruhe, Angst und Depression der Kranken zu mildern und sie so weit wie möglich in das Familienleben zu integrieren. Rose Götte bekennt in ihrem Buch: „Wer keine Familie hat, ist übel dran. Das Wichtigste bei der Betreuung eines Arzheimer Patienten ist nämlich eine große Familie und die Entschlossenheit der Hauptbetreuer, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen etwas zuzumuten und fremde Hilfe ohne falsche Scham oder aufkommende Verbitterung einzufordern.“
Alzheimer, was tun?
Eine Familie lernt, mit der Krankheit zu leben. Vorw. v. Greta Wehner
1999, Unveränd. Nachdr. d. 4., aktualis. A. v. 1997, 140 Seiten, mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen, (TB), Deutsch Beltz ISBN-13: 9783407228130 (desa)

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