
Symbolbild: Pfalz-Express
Müllvermeidung lässt sich im Alltag leichter umsetzen, als man denkt.
Schon einfache Tipps und Tricks helfen dabei, die Müllmenge langfristig umweltfreundlich zu trennen und den Müll dauerhaft zu reduzieren.
Der nachfolgende Artikel hilft dabei, Alltags- und Gebrauchsgegenstände umweltfreundlich zu entsorgen. Weiterhin zeigt er, wie sich Müll teilweise vermeiden lässt.
Warum es so wichtig ist, effizient Müll zu trennen
Mülltrennung ist für uns und für unsere Umwelt allgemein vom großen Wert. Dank einer umweltfreundlichen Müllentsorgung lassen sich deutschlandweit jährlich schätzungsweise 1,7 Millionen Tonnen CO² vermeiden.
Der Irrglaube, dass einmal getrennte Verpackungen wieder zusammengeworfen werden, bewahrheitet sich nicht. Stattdessen gelangen die Müllmengen in Sortieranlagen, wo sie recycelt und verwertet werden.
Bereits seit den 1990er-Jahren recyceln wir in Deutschland effektiv Müll. So lange gibt es schon die gelbe Tonne. Solch ein Gelber Sack hilft dabei, langfristig weniger Müll zu produzieren. Unter anderem deshalb, da bis zu 40 Prozent der Anfälle, die in der Gelben Tonne landen, wieder verwertet werden können.
Müll richtig entsorgen – was wohin gehört
Es ist nicht immer leicht, den entstandenen Müll auf Anhieb richtig zu trennen. Grundsätzlich gibt es bei der Mülltrennung unterschiedliche Kategorien: Wertstoffe, Papier, Glas sowie Bio- und Restmüll.
Ein Überblick zeigt, was wohin gehört:
In den Gelben Sack gehören Wertstoffe, also Leichtverpackungen aus Kunststoff oder Aluminium. Dazu zählen beispielsweise Tetra Paks, Getränke- und Konservendosen sowie Vakuumverpackungen. Papier oder Glas sollten hingegen nicht im Gelben Sack landen.
Altglascontainer sind für Glasflaschen bestimmt. Dabei lassen sich diverse Glascontainer zusätzlich voneinander unterscheiden. Buntes Glas jeglicher Couleur kann im Grünglas-Container landen, da dieser Verunreinigungen bis zu einem gewissen Grad verträgt. Weiß- oder Braunglas sollten in separaten Containern landen, da sie durch das Grünglas verfärbt werden könnten. Bei der richtigen Mülltrennung lässt sich Altglas zu beinahe 100 Prozent recyceln. Doch nicht jedes Glas ist für den Altglascontainer bestimmt. Spiegel, Porzellan oder Fenstergläser gehören nicht hinein.
Kassenbons oder beschichtetes Papier kommt im Restmüll unter. Auch Backpapier, verschmutzte Pizzakartons oder Servietten sollten besser im Restmüll entsorgt werden.
Noch umweltfreundlicher lässt sich der Müll entsorgen, indem beispielsweise bei Joghurtbechern das Papier abgetrennt sowie bei Briefumschlägen das Sichtfenster abgenommen wird.
Bioplastik gehört nicht automatisch in die Biotonne! Denn nicht alle Biomüllbeutel haben auf dem Komposthaufen im Garten etwas zu suchen. Besonders Bioplastik zersetzt sich auf dem Komposthaufen nicht, da die Temperaturen dort viel zu niedrig sind und die Tüte in den Biogasanlagen aussortiert werden müsste.
Weiterhin problematisch am Biomüll sind beispielsweise Pestizide, chemischer Dünger sowie der Energieaufwand, der für ein solches Einmalprodukt nötig ist. Deshalb lässt sich Biomüll in Zeitungspapier oder Papiertüten erheblich umweltfreundlicher wegwerfen.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass alte Elektrogeräte nicht auf dem Hausmüll landen sollten. Stattdessen sollten sie auf Wertstoffsammelstellen abgegeben werden.
Nur auf diese Weise lassen sich die darin enthaltenen, schädlichen Stoffe wie Blei oder Quecksilber umweltfreundlich entsorgen. Selbiges gilt übrigens auch für Handys sowie CDS und DVDs. Es gibt sogar spezielle Sammelstellen, die in Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen solchen Elektroschrott kostenlos annehmen.
Bei alten Lampen sollte man, wie die Bundesregierung empfiehlt, bei der Mülltrennung differenzieren. Haushaltsübliche Glüh- und Halogenlampen kann man bedenkenlos im Restmüll entsorgen.
Bei LED- und Energiesparlampen sieht die Sache etwas anders aus: Da sie teilweise giftiges Quecksilber enthalten, sollten sie auf dem Wertstoffhof oder in Drogerien bzw. Elektrogeschäften abgegeben werden.
Ein weiterer Sonderfall sind Medikamente. Viele davon werden leider unsachgemäß über das Abwasser entsorgt. Da die Kläranlagen die Rückstände nicht immer abbauen können, landen verdünnte Reste leider allzu häufig im Meer.
Um das zu vermeiden, nehmen Apotheken oder Schadstoffsammelstellen nicht mehr benötigte Arzneimittel an. Auch im Restmüll dürfen die Medikamente landen, für Verpackungen ist die gelbe Tonne vorgesehen.
Wie sich Müll vermeiden lässt
Am besten ist es natürlich, unnötigen Müll gänzlich zu vermeiden. Mit einigen Tricks spart man sich im Alltag viel Müll. Beispielsweise mit der Reparatur von alten und defekten Geräten.
Wer selbst nicht weiterkommt, kann in Repair Cafés oder beim klassischen Werkstattdienst Hilfe bekommen. Langfristig lohnt es sich auch, Verpackungen einzusparen.
Anstelle von Plastiktüten sollten, wann immer möglich, Papiertüten oder Nachfüllpackungen zum Einsatz kommen. Je größer die Verpackung ist, desto mehr Energie und Ressourcen werden auf das Stück gerechnet eingespart. Im Zweifelsfall gilt auch unterwegs: Lieber eigene Tüten/Flaschen mitbringen und Einwegbehälter vermeiden.
Nicht mehr benötigte Kleidung oder Möbelstücke lassen sich tauschen, verkaufen oder spenden. Selbst abgetragene Kleidungsstücke erhalten dank der Altkleidersammlung ein zweites Leben, was wiederum Ressourcen spart.

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