Mittwoch, 12. August 2020

Überfall vorgetäuscht: Mit blutender Kopfwunde in Aufnahmeeinrichtung Speyer zurückgekehrt

18. Dezember 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer
Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer. Foto: pfalz-express.de/Licht

Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer.
Foto: pfalz-express.de/Licht

Speyer – Eine stark blutende Kopfplatzwunde eines Bewohners der Aufnahmeeinrichtung in der Spaldinger Straße war gestern Abend Auslöser eines Polizeieinsatzes.

Ein 25-jährige Iraner war mit zwei Landsleuten gegen 22.35 Uhr mit einer Kopfverletzung zur Unterkunft zurückgekehrt, die die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bei der Einlasskontrolle bemerkten.

Um die Verletzung zu erklären, erzählten die alkoholisierten Heimkehrer, sie wären auf dem Nachhauseweg von drei Männern, die aus einem dunklen BMW ausgestiegen seien, angegriffen worden.

Diese Information löste natürlich umfangreiche Maßnahmen der Polizei aus, vor Ort wurden umgehend Ermittlungen aufgenommen und nach dem Fahrzeug mit den vermeintlichen Tätern gefahndet.

Sehr schnell ergaben sich an dem geschilderten Sachverhalt erste Zweifel. Bei einer erneuten Befragung heute Vormittag bestätigte sich dieser Verdacht. Der 25-Jährige räumte schließlich ein, dass man gestern miteinander gefeiert hatte und dabei in Streit geraten war.

Die Verletzung am Kopf aber habe er sich selbst mit einer Flasche zugefügt.

Eine Erklärung für die „Räuberpistole“ gibt es nicht. Alle Beteiligten müssen nun mit Konsequenzen rechnen, ein Strafverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat wurde eingeleitet.

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