Ankara – Die türkische Bevölkerung wählt am 1. November ein neues Parlament: Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte den Termin nach dem gescheiterten Versuch einer Koalitionsbildung unter Führung seiner konservativ-islamischen AKP am Freitag an.
Bis zum Neuwahl-Termin solle Erdogan zufolge eine Übergangsregierung gebildet werden. Aus den Parlamentswahlen Anfang Juni war die AKP zwar als klar stärkste Partei hervorgegangen.
Sie verpasste allerdings mit 40,9 Prozent der Stimmen deutlich die absolute Mehrheit und war auf Stimmen der Sozialdemokraten (CHP) oder der Nationalisten (MHP) angewiesen, da auch die pro-kurdische Partei HDP den Sprung über die in der Türkei geltende Zehn-Prozent-Hürde schaffte und ins Parlament einzog.
Die Gespräche über die Bildung einer Koalition scheiterten jedoch, weshalb nun über 56 Millionen wahlberechtigte Türken erneut an die Urnen treten müssen. (dts Nachrichtenagentur)

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