
Dr. Thomas Gebhart
Foto: Pfalz-Express / Rolf H. Epple
Berlin/SÜW. Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete und Obmann im Umweltausschuss, Thomas Gebhart, zeigt sich erleichtert über die Entscheidung des Koalitionsausschusses, dass der nationale CO2-Preis im kommenden Jahr 2027 nicht steigen soll.
Der Koalitionsausschuss hat in dieser Woche beschlossen, dass der CO2-Preis im Jahr 2027 weiterhin in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne liegen soll, also auf dem jetzigen Niveau.
Gebhart hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder dafür ausgesprochen, den nationalen CO2-Preis im kommenden Jahr nicht weiter zu erhöhen und sowohl beim Bundeskanzleramt als auch bei der Fraktionsführung dafür geworben. Mit der jetzt getroffenen Entscheidung wurde diesem Anliegen Rechnung getragen.
Gebhart erklärt: „Es wäre nicht vermittelbar gewesen, wenn der Preis im kommenden Jahr bei uns in Deutschland einfach weiter steigt, während man sich EU-weit für eine Verschiebung der Einführung der europaweiten CO2-Bepreisung für Gebäude und Verkehr um ein Jahr entschieden hat. Es ist daher gut, dass der CO2-Preis bei uns in Deutschland auf dem aktuellen Niveau verbleibt.“
Zum Hintergrund: Der CO2-Preis wurde 2021 in Deutschland eingeführt. Er bepreist den Ausstoß von Kohlendioxid, der unter anderem beim Tanken und Heizen entsteht. Ziel war es von Beginn an, dass Deutschland vorangeht und andere EU-Staaten ein vergleichbares System einführen.
Auf europäischer Ebene wurde der Start des EU-weiten Emissionshandelssystems für Gebäude und Verkehr jedoch um ein Jahr verschoben und soll nun erst 2028 beginnen. Ohne die Entscheidung des Koalitionsausschusses hätte sich die nationale CO2-Bepreisung im kommenden Jahr am Preis des Emissionshandelssystem ETS-1 orientiert. Das wären aktuell circa 75 Euro pro Tonne.

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