Abuja – Den Sicherheitsbehörden in Nigeria ist es nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ gelungen, umfangreiche Attentatspläne aufzudecken und die Spur des Terrors mit Hilfe westlicher Geheimdienste genau nachzuzeichnen.
Sie führt nach Beirut, in das Hauptquartier der Hisbollah. Als Drahtzieher des Komplotts gegen Botschaften der USA, Europas und Israels wurde ein Libanese mit nigerianischem Pass festgenommen. Er gehört ebenso wie der mitverhaftete Mann zur Abteilung für Auslandsbeziehungen der schiitischen „Partei Gottes“.
Beide Hisbollah-Offiziere wurden im Libanon ausgebildet und für den Afrika-Einsatz rekrutiert. Die Polizei der nordnigerianischen Stadt Kano fand nach dem Tipp eines Informanten am 30. Mai in einem Geheimversteck der Terroristen ein riesiges Waffenarsenal: Panzerabwehrraketen, Minen, Sturmgewehre und über 1.500 Pakete mit TNT-Sprengstoff. Der eine Festgenommene schweigt, der andere soll jetzt gestanden und auch organisatorische Details preisgegeben haben.
Die Zelle hatte demnach enge Beziehungen zum militärischen Arm der iranischen Revolutionswächter, den sogenannten Kuds-Brigaden, und ihrem in Nigeria operierenden Chef. Die Hisbollah wird weitgehend von Teheran finanziert, der inzwischen ebenfalls verhaftete Chef soll bei dem Komplott im Hintergrund gewirkt haben. (dts Nachrichtenagentur)

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