Montag 20.Juli 2026

Tatverdächtiger Alexander M. nach Dreifachmord im Westerwald tot aufgefunden

7. August 2025 | Kategorie: Nachrichten

Der Tatverdächtige Alexander M. wurde tot aufgefunden. Foto (Archiv): Polizeipräsidium Koblenz

Weitefeld – Nach dem Dreifachmord im Westerwald im April 2025 ist der gesuchte Tatverdächtige Alexander M. tot aufgefunden worden.

Bei einer am Dienstagnachmittag in der Nähe von Weitefeld gefundenen Leiche handele es sich um den mutmaßlichen Täter, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Die Leiche wurde nach ihrer Bergung bereits am Dienstagabend zur Obduktion in das Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik in Mainz gebracht. Dabei wurde auch ein Abgleich des Zahnstatus der Leiche mit dem den Ermittlungsbehörden bekannten Zahnstatus des Tatverdächtigen vorgenommen und eine DNA-Vergleichsanalyse in Auftrag gegeben worden. Nach dem Ergebnis der Untersuchungen handelt es sich bei dem Toten um den mit internationalem Haftbefehl gesuchten Tatverdächtigen.

Aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes der Leiche lassen sich die Todesursache und der genaue Todeszeitpunkt nicht mehr klären. Ob der mutmaßliche Täter Selbstmord begangen hat, an den Verletzungen verstorben ist, die er sich bei Begehung der Tat zugezogen hat, oder eine sonstige Todesursache vorliegt, lässt sich dementsprechend nicht mehr sicher feststellen. Knöcherne Defekte wurden nach dem vorläufigen Kurzprotokoll der Obduktion nicht gefunden.

Die Leiche wurde von einem Bürger entdeckt. Der Fundort liegt in der unmittelbaren Nähe eines Baches in einem Bereich, der zum Zeitpunkt der polizeilichen Absuche des Geländes versumpft war und zum Teil unter Wasser stand. Nicht weit von der Leiche konnte im Bachlauf auch eine Schusswaffe gefunden werden, bei der es sich um die Tatwaffe handeln könnte. Die waffentechnische Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

Da die erdrückende Beweislage eindeutig auf den seit Monaten Gesuchten als Täter schließen lässt und es keinerlei Hinweise auf weitere Tatbeteiligte gibt, findet das Ermittlungsverfahren durch den Tod des einzig möglichen Beschuldigten strafprozessual sein Ende.

Der Leitende Oberstaatsanwalt Mannweiler teilte mit: „Die Tatsache, dass der Verbleib des mutmaßlichen Täters über Monate ungeklärt war, hat uns keine Ruhe gelassen. Dass der Tatverdächtige nicht mehr lebt, war aus vielen Gründen eine naheliegende Option, aber ohne Leiche mussten auch andere Optionen weiterverfolgt werden. Mir fällt jedenfalls ein Stein vom Herzen, dass das nunmehr ein Ende gefunden hat.“

Polizeipräsident Süs sagte: „Auch ich bin sehr erleichtert, dass dieser zweifellos herausragende Fall seinen Abschluss findet und die Menschen in der Region zu ihrer Normalität zurückkehren können.“

(dts Nachrichtenagentur/red)

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