Dienstag, 05. Juli 2022

Tampon- oder Digitaldruck – Was ist am geeignetsten?

28. April 2022 | Kategorie: Allgemein, Computer & Internet, Haushalt und Technik, Ratgeber

Quelle: pixabay.com

Wenn man jenseits von T-Shirt, Taschen, Tassen und Co etwas bedrucken lassen möchte wie beispielsweise Holzschilder, Keramikplatten oder Kopfhörer, wird man bei den gängigen Druckanbietern kaum fündig werden.

Für herausfordernde Materialien und Produkte bedarf es eines Spezialisten wie Völker Druck Heilbronn. Hier wird man zudem gut informiert und beraten, welche Art von Druck, ob Tampon- oder Digitaldruck, der geeignetste ist.

Was ist Tampondruck?

Das Tampondruckverfahren zählt zu den am häufigsten eingesetzten Drucktechniken, da fast jedes Material, jede Oberflächenbeschaffenheit und jede Form bedruckt werden kann.

Zudem ist dieses Druckverfahren präzise, mehrfarbig, schnelltrocknend und günstig. Bei dieser Technik wird ein Bildträger, der sogenannte Tampon, verwendet. Das Druckmotiv ist dabei vertieft in der Druckform eingelassen.

Daher gehört der Tampondruck zu den Tiefdruckverfahren. Da die Farbe über den Tampon aufgebracht wird, zählt der Tampondruck zudem auch zu den indirekten Druckverfahren. Die Tampons sind aus feinstem Silikon-Kautschuk und sehr flexibel. Daher können selbst filigranste Motive und winzige Beschriftungen auf Produkte wie Schreibgeräte oder Werkzeuge angebracht werden.

Wofür ist Tampondruck geeignet?

Aufgrund der hohen Flexibilität und Verformbarkeit kann der Tampon die genaue Form des zu bedruckenden Körpers annehmen und ist somit für nahezu alle Formen und Oberflächen geeignet. Egal ob flache, eckige, runde oder gewölbte Formen mit glatter oder unebener Oberfläche, mit diesem Druckverfahren können selbst hervorstehenden Teile bedruckt werden.

Auch dreidimensionale oder mehrfarbige Motive mit filigranen Details sind mit dieser Druckart kein Problem. Der Tampondruck eignet sich zudem für so ziemlich jedes natürliche und synthetische Material. Neben dem Bedrucken von Kunststoff kann das Verfahren auch für Materialien wie Metall, Holz, Leder, Keramik, Porzellan, Glas, Gummi, Papier und Textilien verwendet werden.

Vorteile und Nachteile des Tampondrucks

Der Vorteil dieser besonders flexiblen Druckübertragung liegt vor allem in der Verformbarkeit des Tampons. Konvexe oder konkave Flächen sowie unebene, vertiefte oder mechanisch empfindliche Bedruckstoffe können hochwertig und präzise veredelt werden.

Vorteile

• Materialvielfalt: Fast jedes Produkt lässt sich mit geeigneten Farben bedrucken.
• Hohe Qualität: Die Abbildung von feinsten Linien und filigranen Motiven ist möglich.
• Flexible Auflage: Mit dem Tampondruck lassen sich alle Auflagenstärken realisieren.
• Hohe Beständigkeit: Je nach Farbtyp ist der Aufdruck sehr beständig gegen mechanischen Abrieb oder Chemikalien.
• Mehrfarbendruck: Mehrfarbendrucke sind ohne Zwischentrocknung möglich; die Farben werden üblicherweise in nur einem Arbeitsschritt aufgetragen.
• Geringer Trocknungsaufwand: Lufttrocknung bei Raumtemperatur ist im Tampondruck üblich.

Nachteile

Die Nachteile sind überschaubar. Je nach Tampondruck-Verfahren sind die Druckformate lediglich in der Größe begrenzt. Außerdem ist die Farbschichtdicke relativ gering, sodass spezielle, hochpigmentierte Farben zum Einsatz kommen müssen.

Was ist Digitaldruck?

Zu den modernsten Drucktechniken zählt der Digitaldruck auch Direct Digital Printing (DDP) genannt. Flache, ebene Flächen aus Papier, Pappe oder Textil können damit mehrfarbig und randlos bedruckt werden. Das Druckbild wird vom Computer direkt in den Drucker übertragen und meistens mit Laser- oder Tintenstrahldruck gedruckt.

Daher benötigt man für dieses Druckverfahren weder Stempel noch Schablonen. Insbesondere aufwendige Motive oder Fotorealismus oder auch harmonische Farbverläufe kommen damit zur Geltung. Da der Digitaldruck günstiger ist als andere Druckverfahren, bietet er sich vor allem für kleine Auflagen an.

Wie funktioniert Digitaldruck?

Während andere Druckverfahren unveränderliche Druckformen benötigen, braucht man solche für den Digitaldruck nicht. Die Druckvorlage wird als CMYK-Bilddatei, meist in Form einer PDF-Datei, zur Verfügung gestellt. Das vorliegende Motiv überträgt der Computer an die Druckmaschine, welche dann entweder mechanisch kontaktlos oder mit geringem Druck das jeweilige Produkt bedruckt.

Wofür ist der Digitaldruck geeignet?

Vor allem für Textilien mit fotorealistischen oder aufwendigen Motiven kommt der Digitaldruck zum Einsatz. Aber auch Produkte aus Papier, Pappe und Kunststoff lassen sich auf diese Weise gestalten. Ebenso Artikel mit ebenen Flächen aus Holz, Glas, Acrylglas, Metall oder Kork.

Vorteile und Nachteile des Digitaldrucks

Der Digitaldruck zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus.

Vorteile

• Randloser Druck von Großformaten: Motive bis zum Großformat können randlos gedruckt werden.
• Jedes Design und jede Farbe darstellbar: Foto- und Farbdrucke in satten Farben und hoher Farbbrillanz
• Schnelle, flexible und günstige Produktion in kleiner Auflage: Es ist keine lange Einrichtungszeit nötig.
• Günstiges Druckverfahren: Man benötigt keine Zwischenträger wie beispielsweise Stempel
• Im Laser-Digitaldruck: Extrem saubere und klare Konturen.
• Im Tintenstrahl-Digitaldruck: Sehr hohe Auflösungen möglich.

Nachteile

Der Digitaldruck ist nicht für alle Produktarten geeignet. Für die Anfertigung von Stempeln oder den Druck von Etiketten und Bannern, die besonders wetterbeständig und langlebig sein sollen, ist der Digitaldruck häufig nicht die optimale Lösung.

Fazit – Tampondruck und Digitaldruck

Jede der beiden Druckverfahren ist für bestimmte Produkte besonders geeignet. Der Tampondruck empfiehlt sich für anspruchsvolle Formen und Materialien, da der flexible Stempel sich jeder Struktur anpasst. Der Digitaldruck punktet mit extrem hoher Auflösung und fotorealistischen Darstellungen sowie der Tatsache, dass auch kleine Auflagen bedruckt werden können.

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