Dienstag, 18. Mai 2021

SÜW-Kreisempfang bei strahlendem Sonnenschein: Jung, stark, erfolgreich

8. Juni 2013 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional

Bei strahlendem Sonnenschein wurde der 44. Geburtstag des Landkreises SÜW gefeiert. Fotos: Ahme

Landau. Was man sich jedes Jahr wünscht und meist nicht in Erfüllung geht, geschah gestern: Die Sonne strahlte beim Kreisempfang der Südlichen Weinstraße so intensiv, dass die aufgestellten Sonnenschirme dankbar von den Gästen angenommen wurden.

Der Kreisempfang als solcher ist gute Tradition und bietet der Landrätin die Möglichkeit Rückschau zu halten und auch Ausblicke auf kommende Projekte zu geben. Außerdem heißt Kreisempfang auch „Geselligkeit“ bei einem guten Tropfen Wein (Anbieter „Die junge Südpfalz“).
So hatten sich wieder viele Gäste aus Politik und Wirtschaft, der Kirchen und Krankenhäuser und natürlich die Beigeordneten Bernd Lauerbach und Helmut Geißer eingefunden. Beigeordneter Schenk war verletzungsbedingt verhindert.

Vor 30 Jahren wurde das Kreishaus bezogen, vor 40 Jahren der Wild- und Wanderpark eröffnet, vor 60 Jahren wurden Bernd Lauerbach, Helmut Geisser und Theresia Riedmaier geboren. Silz, Vorderweidenthal und Oberschlettenbach feiern 700jähriges Dorfjubiläum, Ramberg feiert sein 850stes Bestehen. Und der Landkreis Südliche Weinstraße wurde 44 Jahre.

„44 Jahre. Die SÜW ist jung, stark, erfolgreich, angesehen“ unter diesem Motto stand Frau Riedmaier´s Rede.

Über die Grenzen hinaus

Ihr Blick ging zunächst über die Grenzen des Landkreises SÜW hinaus auf die aktuelle Hochwassersituation in Ostbayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern – auch in Tschechien und Polen, in Österreich und den angrenzenden Donaustaaten.  „Die Menschen kämpfen um ihre Existenz, die  Regionen um ihre Zukunft.  Bitte helfen Sie unseren Mitbürgern durch Spenden und Anteilnahme.“

Auch die Proteste in Istanbul bei denen es um Demokratie und bürgerschaftliches Mitbestimmen gehe, sprach Riedmaier an.

Im Januar waren es fünfzig Jahre da die deutsch-französische Nachbarschaft begründet wurde. „Seien wir froh und dankbar über dieses große Werk, das uns friedliche Nachbarschaft und Frieden in Europa garantiert. Unser charmanter, kleiner Wettbewerb „Diesseits- und jenseits der Lauter“ lebt durch die persönlichen Freundschaften über die Grenze hinweg – er hat gerade in diesen Tagen wieder begonnen“, erklärte Riedmaier.

Kreisgeburtstag „44 Jahre Südliche Weinstraße“

„Die SÜW ist jung, stark, erfolgreich, angesehen“. Erfahrung, Beständigkeit, Beweglichkeit und schnelles Denken, routinierte Einordnung und überraschende Einsichten, Wagemut und Zielorientiertheit: Diese Attribute schreibt die Landrätin dem Landkreis, Gemeinden und Kommunaler Politik zu.
Erfolgreicher Landkreis

Hier nannte die Landrätin beispielhaft die Kreismusikschule und „Jugend forscht“. „Annika Poth und Sandro Hirsch sind im Wettbewerb „Jugend musiziert“ zum wiederholten Male ganz an die Spitze gelangt.
Für den Wettbewerb „Jugend forscht“, bei dem fünf junge Bürger des Landkreises sehr erfolgreich mitgemacht haben begrüße ich heute Jana und Sarah Thomalla aus Silz und Hannah Knoll, die sich mit ihren Experimenten weit an die Spitze vorgekämpft haben. Lena Wensch aus Bad Bergzabern kam beim Wettbewerb „Jugend diskutiert“ in die Siegerrunde und hat den Landtag beeindruckt.

Wir sehen das an den jungen Winzern, die den dritten Wettbewerb „Die junge Südpfalz“ für sich entschieden haben: Georg Meier aus Weyher, Marius Meyer aus Rhodt und Florian Geisser aus Schweigen-Rechtenbach.
Ein weiterer sehr erfolgreicher Wettbewerbsteilnehmer kommt aus Landau-Mörlheim und heißt  Ben Rothmeier.“
Landkreis und Verein SÜW

Landkreis und Verein Südliche Weinstraße bildeten eine „kongeniale Symbiose“ und seien untrennbar miteinander verbunden.

Die SÜW hat sich ein modernes, frischeres Image zugelegt. Auch dafür konnte Riedmaier Beispiele benennen wie die neue Vinothek der Südlichen Weinstraße auf der Landesgartenschau und die Kooperation mit Designer Michalsky. „Wir konnten gefunden werden und wir wurden gefunden.“ Dies sei „ein  starkes Pfund  im Wettbewerb der Regionen.“

Projekte

Der Landkreis wage Neues und „Noch nie Dagewesenes“, wie die „Galerie mobil“, an den diesjährigen Kulturtagen oder Projekte wie das Bienwald-Projekt.
„Es ist bundesweit eines von sieben herausragenden Naturschutz-Großprojekten. Ich wünsche mir sehr, dass die Kritiker endlich auch die Chancen begreifen und ich bin sicher: die folgenden Generationen werden, wenn uns das Vorhaben gelingt, stolz sein auf diejenigen, die es entschieden und durchgetragen haben.“

Schulpolitik, Erwachsenenbildung- auch hier sei der Landkreis stark und erfolgreich.

Investitionen

Der Landkreis habe viel investiert und  im Landkreis wurde andererseits auch viel investiert.
Riedmaier nannte die kürzlich erfolgte Straßen-Übergabe von Maikammer nach St. Martin, den neuen Radweg von Altdorf nach Venningen, der in drei Wochen eröffnet wird oder die Neuordnung Wertstoffzentrum in Edesheim (4,5 Mio. Euro). Auch Historisches wird saniert: Beispiele sind die Meistersel und Villa Ludwigshöhe.

Geschätzter Wirtschaftsstandort

“Die Südliche Weinstraße ist ein geschätzter Wirtschaftsstandort“, so Riedmaier.
Buchmannn Annweiler investiere einen zweistelligen Millionen-Betrag in eine neue Kläranlage.
In der Freimersheimer Mühle sei durch Cornexo wieder Arbeit, Produktion und Wertschöpfung eingekehrt und in Herxheim-West erweitere man das Gewerbegebiet um 10 Hektar.

Bauen und Sanieren

“In den Dörfern wird viel gebaut, erweitert und saniert, Beispiele sind die Villa Wieser in Herxheim, die Mühlgasse in Klingenmünster, die Dierbachhalle in Dierbach, die Dorfgemeinschaftshäuser in Rohrbach und in Niederhorbach, das alte Schulhaus in Venningen, der Sportplatz in Rhodt und die Kulturhalle in Schweighofen.“

Aufbruchstimmung aber auch Bewahrung alter Bausubstanz bewege auch die Bürger für ihre eigenen Anwesen. Die Kreisverwaltung habe im vergangenen Jahr für ein Investitionsvolumen von 7.5 Mio. Euro Zuschussanträge in Höhe von mehr als 500 000 Euro bearbeitet und ausgeschüttet.
Erneuerbare Energien

Riedmaier sprach in ihrer Rede auch erneuerbare Energieformen an.
“Auch hier sehen wir, wie es Schritt für Schritt vorwärts geht. Landkreis, Stadt und  Verbandsgemeinden haben die Windkraft-Vereinbarung fortgeschrieben und die Türe geöffnet für die Erweiterung des Windparks Offenbach/Herxheim. Jetzt baut Juwi 6 neue Windräder mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Mio. Euro.“

Schwieriges Thema

“Ich will die Probleme, die wir mit der Neuordnung der Busverkehre in der ganzen Südpfalz zu Jahresanfang hatten, wahrlich nicht klein reden. Das hat mich manche schlaflose Nacht gekostet. Aber heute kann ich sagen: Durch konsequente, hartnäckige und bedachte Arbeit – Punkt für Punkt, Beschwerde für Beschwerde – haben wir den größten Teil der Probleme bewältigt.“

Projekte für die Zukunft

Eine weitere Verbesserung des Schienenverkehrs: Beschleunigung zwischen Pirmasens und Landau; Elektrifizierung zwischen Neustadt und Karlsruhe.

Die Mediation B 10 wurde von der Landrätin nicht weiter thematisiert: „Das wäre ein abendfüllendes Thema – auch die Haushaltsmisere der Kommunen, auch unseres Landkreises. Leider.“

Kreis wieder Handlungsfähig

Ein kleiner Lichtblick habe sich aufgetan: Die Haushaltsgenehmigung der ADD für 2013, wofür der Kreistag mit dem Beschluss zur Erhöhung der Umlage die Tür geöffnet habe, sei auf dem Weg. „Damit werden wir wieder handlungsfähig und das ist doch eine Erleichterung. Nehmen wir uns vor, unsere schöne Heimat gemeinsam weiter zu stärken, indem wir mehr miteinander und mehr füreinander denken und tun und damit  mehr voneinander haben“, wünschte sich Theresia Riedmaier abschließend. (desa)

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