
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur
SÜW – Gute Nachrichten konnte Landrat Dietmar Seefeldt den Kreistagsmitgliedern in der vergangenen Sitzung verkünden: Zum Stichtag 30. Juni bestehen für den Landkreis Südliche Weinstraße per Saldo keine Verbindlichkeiten aus Liquiditätskrediten.
Sollten noch verschiedene Verbesserungen in Höhe von mindestens 1,3 Millionen Euro bis Jahresende eintreten, könnte zudem mit dem Jahresabschluss 2020 neben den Jahresrechnungen 2019 und 2018 der dritte ausgeglichene Haushalt seit dem Jahresabschluss 2003 zu verzeichnen sein.
„Ich freue mich sehr über diese positiven Entwicklungen der finanziellen Situation unseres Landkreises. Zwar können wir noch nicht alle Auswirkungen und Mehraufwendungen der Corona Pandemie abschließend bis zum Ende des Jahres einschätzen, aber wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von den zum 31.12. prognostizierten Werten aus. Ob diese positive Lage angesichts der strittigen Finanzausstattung der Kommunen, der Pandemie Auswirkungen im Folgejahr sowie der anstehenden Schulturnhallensanierungen in Zukunft aus eigener Kraft erhalten werden kann, bleibt abzuwarten“, betonte Seefeldt.
Im Ergebnishaushalt des laufenden Jahres könne zum jetzigen Stand von einer Verbesserung des Ergebnishaushalts in Höhe von knapp 5,7 Millionen Euro ausgegangen werden. Gegenüber der Veranschlagung sind demnach – trotz zu erwartenden Mindererträgen – aufgrund ebenfalls zu erwartenden sehr hohen Minderaufwendungen Verbesserungen absehbar. Bei den Erträgen sah die Haushaltsplanung knapp 172 Millionen Euro vor, die Prognose beläuft sich auf rund 165 Millionen Euro. Auf Seite der Aufwendungen waren knapp 179 Millionen Euro eingeplant, prognostiziert sind nun rund 167 Millionen Euro.
Zusammenfassend könne zum jetzigen Zeitpunkt der Haushaltsplanausführung für das Jahr 2020 festgestellt werden, dass die in der Haushaltssatzung ausgewiesenen Salden des Ergebnishaushalts in Höhe von circa – 7 Millionen Euro, des ordentlichen Finanzhaushalts in Höhe von -1,8 Millionen Euro, der Ein- und Auszahlungen aus Investitionstätigkeit in Höhe von – 2,5 Millionen Euro sowie der Ein- und Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von + 4,3 Millionen Euro nach aktuellem Stand der Haushaltsplanausführung eingehalten werden könnten. Allerdings könnten alle Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Haushalt 2020 noch nicht abgeschätzt werden.
Der Kassenbestand (schwankend) des Landkreises beträgt saldiert zum Stichtag 30. Juni rund 4 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten aus Investitionskrediten betrugen zum 30. Juni circa 31 Millionen Euro. Damit liegt die Gesamtverschuldung des Landkreises bei rund 27 Millionen Euro.
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