
Die neuen Angebote sind auch eine starke Konkurrenz für die Öffentlich-Rechtlichen.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Schon seit Jahren lässt sich in der Unterhaltungsbranche eine interessante Entwicklung beobachten. Während das klassische Fernsehen vor allem in der jüngeren Gesellschaftsschicht immer obsoleter wird und sich durch Alternativen ersetzten lässt, blühen Streaming-Dienste wie Netflix und Hulu immer mehr auf.
Wer heute an Streaming von Filmen und Serien denkt, hat sofort die Namen dieser großen Plattformen im Sinn. Jetzt startet jedoch der Streaming-Service von Disney und wird damit zu einer echten Konkurrenz, für verschiedene Medienformate.
„Netflix to Stream NEW Season of Arrested„ (CC BY-SA 2.0) by methodshop.com
Netflix diente als Trendsetter
Mit dem Konzept, das Netflix vor einigen Jahren auf den Markt brachte, war der Streaming-Service einer der ersten, der Video-on-Demand auf diesem Qualitätslevel anbieten konnte. Die Plattform lebt einerseits von der Wiederaufbereitung bekannter Serien wie Friends und Kultfilmen wie Pulp Fiction oder Matrix, kann jedoch auch viele Lizenzen für neue Filme und Serien abstauben. Gleichzeitig produziert Netflix eigene Formate, die oftmals von den klassischen Hollywoodproduktionen abweichen und damit sehr gut ankommen.
Sarkastischer Humor, sowie Ecken und Kanten der Darsteller heben die Filme damit von den oftmals eindimensionalen Geschichten ab, die viele bei Blockbustern kritisieren. Durch die wachsende Konkurrenz kommt Netflix jedoch immer stärker in eine Zwangslage. Formate von HBO werden z. B. nur noch über den eigenen Streaming-Service veröffentlicht, weshalb Netflix die Erfolgsserie Game of Thrones bspw. nicht in seinem Programm hat.
Nun kommt mit dem neuen Streaming-Service Disney+ auch ein weiterer Anbieter, der viele seiner Filme und Serien künftig wohl nur noch auf den eigenen Servern veröffentlichen wird. Die Folgen für Netflix könnten verheerend sein, denn bisher gibt es nicht genügend Eigenproduktionen, um Kunden am Ball zu halten. Netflix hat definitiv einen Trend gesetzt und die Medienwelt aufgemischt. Jetzt wird es jedoch immer fraglicher, ob der Streaming-Dienst seine Position halten kann.

Foto: Pfalz-Express
Disney+ hat vieles zu bieten
Ab dem 12. November 2019 will Disney mit seinem neuen Streaming-Service auf Sendung gehen. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem Netflix, Amazon Prime und andere Plattformen alle Inhalte von Disney entfernen müssen. Das Imperium der Marke sollte dabei nicht unterschätzt werden, immerhin liegen nicht nur die bekannten Zeichentrick- und Animationsfilme in den Händen von Disney, sondern auch Produktionen wie Star Wars.
Auch Kooperationen mit Fox haben dem Unternehmen viele tolle Inhalte eingebracht, weshalb es auf dem Streaming-Service Disney+ auch Die Simpson, Family Guy und National Geographic geben wird. Disney ist außerdem der Eigentümer des Sportsenders ESPN, die Sportinhalte werden jedoch bereits auf der Plattform ESPN+ gestreamt. Hierbei wird der Fokus jedoch auf amerikanischen oder internationalen Wettkämpfen liegen.
Wer deutsche Ligen mitverfolgen möchte, kann aber immer noch auf unterschiedliche Streaming-Anbieter im Internet zugreifen. Hier gibt es die großen deutschen Ligen wie die Bundesliga, aber auch den DFB-Pokal im Live-Stream. Wer sich für Disney+ entscheidet, kann übrigens auch auf viele Inhalte des Marvel Universums zurückgreifen. Hier soll das Unternehmen auch verstärkt in neue Produktionen investieren.
Disney bringt im vierten Quartal dieses Jahres seinen eigenen Streaming-Service Disney+ auf den Markt. Dieser könnte besonders für Netflix, aber auch für Amazon Prime und Hulu zu einem echten Konkurrenten werden. Alle Disneyinhalte müssen bis dahin aus anderen Plattformen entfernt werden und können ab November um einen monatlichen Preis von 6,99 Dollar bei Disney+ angesehen werden.

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