VG Kandel – September 2017 wurde vom Verbandsgemeinderat die Erstellung eines „Starkregenkonzepts“ beauftragt.
Wegen der immer wiederkehrenden starken Regenereignisse – zuletzt vor einigen Tagen in der Nansenstraße in Kandel – , die sich spontan und oft geographisch unvorhersehbar abspielen die immense Schäden mit sich bringen können, wurde das Ingenieurbüro „Fischer Teamplan“ aus Speyer mit der Ausarbeitung eines Maßnahmenkonzepts beauftragt.
Verbandsgemeindeweit sind neue Baugebiete geplant sind, deren Oberflächenwasserabfluss geregelt werden muss. Ebenso müssen die Bestandsbebauung geschützt und Bürger über die Möglichkeiten zum Schutz vor Starkregen und Wasserübertritt informiert werden.
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Gemeinden, diesbezüglich tätig zu werden. Die Erstellung von Starkregen- und Hochwasserschutzkonzepten mit werden mit 90 Prozent Landesmitteln bezuschusst.
Inhalte und Aufgaben eines Starkregenkonzepts: Prävention – Bauvorsorge – Ernstfall
Die Konzepte sehen vor, die örtlichen Gefahrenpunkte zu lokalisieren und dann mit allen Beteiligten mögliche Lösungen zu erarbeiten. Gleichzeitig sollen Grenzen der Handlungsmöglichkeiten durch die öffentliche Hand aufgewiesen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der sachlichen Information für Bürger.
Ein spezielles Augenmerk soll auf die Gesichtspunkte Prävention, Bauvorsorge und Vorgehen im Ernstfall gelegt werden. Ein wichtiger Bestandteil soll auch der aktive Austausch mit den Bürgern und anderen Akteuren wie Feuerwehr, Verbandsgemeindewerke und oder Verwaltung sein.
Erste Begehungen und weiteres Vorgehen
Im Spätjahr 2017 hatte das Büro Fischer Teamplan unter der Federführung von Dr. Rüdiger Pfeifer erste Ortsbegehungen in allen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde durchgeführt.
Teilgenommen haben unter anderem Vertreter der Verbandsgemeindewerke, die Bürgermeister der Ortsgemeinden, einige Beigeordneten und ortskundige Bürger. Über alle Begehungen wurden Protokolle verfasst, die als Grundlage für möglichen Handlungsbedarfs dienen.
Im nächsten Schritt ist nun geplant, die Bürger aktiv zur Mitarbeit zu motivieren. Dazu soll in jeder Ortsgemeinde mindestens ein Bürgerworkshop stattfinden, in dem die Bürger zu Gehör kommen und gleichzeitig Fragen stellen oder Anregungen in das Konzept einbringen können. Lösungsvorschläge werden dann auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin untersucht und bewertet.
Erste Termine für Bürgerworkshops stehen bereits für die Ortsgemeinden Erlenbach, Freckenfeld und Winden fest, die Termine für weitere Workshops in den Gemeinden Minfeld, Steinweiler, Kandel und Vollmersweiler folgen in Kürze.
Termine:
Winden: 23.5.2018, 19 Uhr, Bürgersaal Anmeldung nicht erforderlich
Freckenfeld: 19.6.2018, 18 Uhr, Rathaus Anmeldung nicht erforderlich
Erlenbach: 13.6.2018, 18 Uhr, Rathaus Anmeldung nicht erforderlich
Thema Landwirtschaft
Am 18. April diesen Jahres gab es zum Thema Starkregen eine spezielle Veranstaltung mit Vertretern der Landwirtschaft, der Ortsgemeinden Freckenfeld und Winden, des DLR (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt), des zuständigen Ministeriums und der Verwaltung.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Ableitung von Oberflächenwasser auch aus landwirtschaftlichen Flächen grundsätzlich zwar nicht vermeidbar ist, aber gegebenenfalls durch die Schaffung sogenannter „Notwasserwege“ geleitet werden kann.
Die Ergebnisse dieser Veranstaltung sollen wegweisend für weitere in den restlichen Ortsgemeinden sein, für die mindestens ein weiterer Termin stattfindet.
Ansprechpartner bei der Verbandsgemeinde zum Thema Starkregen ist der Fachbereich „Natürliches Bauen und Wohnen“, Anke Meißner, E-Mail: Anke.Meissner@vg-kandel.de.

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2016 wurde das Stakregenproblem auf Bürgerversammlungen in den einzelnen Gemeinden diskutiert.
2017 an die Verbandsgemeinte zur übergeordneten Koordination übergeben.
2018 Bürger sollen sich in Workshops einbringen.
2019 wird man das an den Landkreis übergeben
2020 an das Land.
Natürlich gibt es jedesmal Gutachten und Studien. Die sind nicht kostenlos
Passieren wird nicht, es wird, wie viele Probleme in unserem Land, ausgesessen.
Es geht darum Lösungen zu finde und nicht das Problem einfach immer weiter zu schieben…..