Mittwoch 20.Mai 2026

Stadtbild Deutschland: Gemischte Gefühle bei Sparkassen-Neubau

4. April 2026 | Kategorie: Landau, Top-Artikel

Visualisierung des geplanten Dienstleistungszentrums der Sparkasse Südpfalz gegenüber des Landauer Hauptbahnhofs.
Bildrechte: Sparkasse Südpfalz

Landau – Der Regionalverband Südpfalz des Vereins Stadtbild Deutschland e. V. bewertet den nach Ostern beginnenden Neubau eines Sparkassen-Dienstleistungszentrums auf dem ehemaligen Kaufhof-Areal am Landauer Bahnhofsvorplatz mit gemischten Gefühlen.

Stadtbild Deutschland ist ein bundesweit aktiver Verein, der sich für eine qualitätsvolle Baukultur, den Erhalt historischer Stadtbilder und eine stärker an traditionellen Gestaltungsprinzipien orientierte Architektur einsetzt.

Verbandsleiter Mario Albers begrüßt zwar, dass die das Umfeld lange belastende Baugrube nun bald verschwindet und überhaupt eine Lösung gefunden wurde: „Darüber sind wir froh, und wir erkennen ausdrücklich die Mühe aller Beteiligten an.“

Zugleich bewege den Verein aber auch der Ärger an der architektonischen Umsetzung. Es sei eine Chance vertan worden, die Aufenthaltsqualität am Bahnhof deutlich zu verbessern. „Ein weniger austauschbares, freundlicheres Gebäude hätte hier einen echten Fortschritt darstellen können. Im jetzigen Entwurf sehen wir keinen wirklichen Unterschied zum alten Kaufhofgebäude“, so Albers.

Gerade an dieser prominenten Stelle hätte nach Auffassung des Vereins eine „zeitgemäße Visitenkarte“ für die Stadt entstehen müssen. „Doch die Chance, für Landau ein attraktives Entree zu schaffen, um die aus nah und fern mit der Bahn anreisenden Menschen in Richtung Innenstadt zu locken, wird mit dem nun entstehenden Sparkassengebäude leider verspielt“, so Albers weiter.

Der Regionalverband hatte sich von Beginn der Planungen an für eine kleinteilige, gegliederte Architektur ausgesprochen, die sich farblich in das Umfeld einfügt. Auch Aspekte der Nachhaltigkeit spielten dabei eine Rolle,  etwa die Möglichkeit späterer Umnutzungen, beispielsweise zu Wohnzwecken, sowie der Verzicht auf straßenseitige Flachdächer.

Den ursprünglichen Plan des Investors Ehret & Klein für das Areal an der Ecke Ostbahnstraße/Maximilianstraße hatte der Verein als gelungene Verbindung von Tradition und Moderne gelobt.

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