
Beispiel für ein SEPA-Lastschriftmandat.
Foto: scsh/die-deutsche-kreditwirtschaft.de
Germersheim – Die Stadt hat die Umstellung auf das den SEPA Zahlungsverkehr erfolgreich abgeschlossen. Bürgermeister und Stadtverwaltung zeigten sich „hoch zufrieden“ mit der Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren.
„Trotz der im Vorfeld erwarteten Schwierigkeiten und Widerstände haben wir die gesamte Umstellung des automatischen Zahlungsverfahrens auf das neue, rechtssichere SEPA-Verfahren in kürzester Zeit und ohne nennenswerte Probleme bewältigen können“, sagte Bürgermeister Marcus Schaile.
Die Umstellung war notwendig geworden, um europäisches Recht im Bankenverkehr rechtzeitig und vor allem rechtssicher auch bei uns, im kommunalen Zahlungsverkehr einzuführen und umzusetzen.

Bürgermeister Marcus Schaile
Da Städte und Gemeinden im Unterschied zu anderen Serviceanbietern oder Dienstleistern, wie z.B. Energieversorgern oder Versicherungen keine unterschriebenen Verträge verwalten, sondern Bescheide versenden, verfügen sie nicht ohne weiteres über die, für das neue SEPA Verfahren notwendigen Unterlagen und Unterschriften, die zum automatischen Bankeinzug ermächtigen.
SEPA oder S€PA (Abkürzung für Single Euro Payments Area, zu Deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) ist ein Projekt zur Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen. Ziel des Projektes ist ein europaweit einheitlicher Zahlungsraum für bargeldlose Zahlungen in Euro, wobei aber die teilnehmenden Gebiete weit über die Euro-Staaten hinausgehen.
Voraussetzung ist ein übernationales Gebiet mit einem Bankwesen, das Zahlungen nach einem schnellen, sehr effektiven, standardisierten und länderübergreifenden Verfahren erlaubt. Das SEPA-Verfahren legt einen solchen Standard fest.
Das Verfahren wird seit August 2014 im Geschäftsverkehr anstelle der alten Überweisungsverfahren generell benutzt. Diese stehen für Privatnutzer nur noch bis Februar 2016 zur Verfügung.
Zwar gab es grundsätzlich die Wahlmöglichkeit zwischen einem schleichenden Übergang und dem deutlich aufwändigeren Verfahren der Neu-Einholung der SEPA Mandate, aber seitens der Stadtverwaltung war man sich einig, dass nur das Verfahren mittels Neueinholung in Frage kommen konnte.
Um mit möglichst großem Spielraum und frühzeitig mit der Umstellung zu beginnen, hatte die Germersheimer Stadtverwaltung sich und die Bürgerinnen und Bürger bereits ab Januar 2013 intensiv auf die Umstellung vorbereitet.
In den zu Jahresbeginn versendeten Bescheiden, mit Informationsmaterialien sowie über verschiedene Pressemitteilungen wurden die Betroffenen und die Öffentlichkeit informiert und auf die Umstellung vorbereitet.
Im Bereich der Stadtverwaltung Germersheim wurden so im zurückliegenden Zeitraum ca.12.000 der insgesamt 15.000 von der Umstellung betroffenen Mandate erfolgreich umgestellt, was einer Rücklaufquote und damit einem Automatisierungsgrad von 80% entspricht. Die restlichen Mandate werden weiterhin entweder bar bedient oder per Überweisung bezahlt.
Auch im Bereich der Kindergärten und Kindertagesstätten wurden mit der SEPA-Umstellung die Verwaltungsabläufe entsprechend angepasst und konnten, teils mit Hilfe neuer Software-Programme deutlich effizienter gestaltet werden.
„Die in die umfangreiche Umstellung auf SEPA involvierten Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben hier eine große Herausforderung angenommen und diese Mammutaufgabe wirklich mit Bravur bewältigt und ich bin sehr froh, dass wir uns für diesen Weg entschiede“ haben, so Schaile. Insgesamt habe sich der höhere Aufwand und die große Anstrengung sehr gelohnt. (bs)

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