
Auch wenn die Staatsbad GmbH aufgelöst wird, wird das Bad Dürkheim als Kurstadt nicht schaden.
Foto: Ahme
Bad Dürkheim. In der Gesellschafterversammlung der Staatsbad Bad Dürkheim GmbH am 22. Dezember wurde die Beendigung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 beschlossen.
Nach dem Scheitern des europaweiten Vergabeverfahrens zur Privatisierung der Bad Dürkheimer Therme im November 2013 ermöglicht die Beschlussfassung nun eine ordnungsgemäße Beendigung der Gesellschaft zum Ende kommenden Jahres.
„Nachdem der Betrieb sich dauerhaft in der Verlustzone befindet und sich alle Perspektiven zerschlagen haben, den Betrieb zu sanieren, ist es auf Dauer nicht zu verantworten, auf unbestimmte Zeit ein Millionendefizit zu decken. Wir entsprechen hier auch Forderungen des Landesrechnungshofes“, so die Aufsichtsratsvorsitzende Anette Schürmann.
Unabhängig von der Liquidation kann von der Stadt Bad Dürkheim geprüft werden, ob und wie das städtische Thermen- und Wellnessangebot erweitert und optimiert werden kann. „Die Stadt und der Landkreis haben nun bis zum 31.12.2015 Zeit, mit einem Zuschuss von elf Millionen Euro neue Perspektiven zu entwickeln. Diese Mittel stehen schon seit sehr langer Zeit auf Abruf bereit, damit die Stadt ein geeignetes Konzept erarbeitet. Die Stadt sollte diese Zeit nutzen“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der Staatsbad GmbH, Anette Schürmann.
In der nächsten Zeit wird es vorrangig darum gehen, Lösungen für die Belegschaft der Staatsbad Bad Dürkheim GmbH zu erarbeiten, so ein Sprecher des Finanzministeriums. Die Mitarbeiter sollen in erster Linie in neue Beschäftigungsmöglichkeiten vermittelt werden. Ein Beratungsunternehmen wird die Suche nach alternativen Arbeitsplätzen durch individuelle begleitende Maßnahmen unterstützten. In einer Mitarbeiterversammlung wurde die Belegschaft über die Beschlüsse der heutigen Gesellschafterversammlung informiert.
Nach Einschätzung des Finanzministeriums steht durch die Beendigung des Betriebs der Status als Heilbad für Bad Dürkheim nicht auf dem Spiel, da es ein ausreichendes Maß an Angeboten in der Stadt gibt, um die Kurversorgung sicherzustellen. (red)

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