Dienstag, 20. Oktober 2020

Speyer: Malteser-Grabtuchausstellung im Dom eröffnet

19. März 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Weihbischof und Dompropst Otto Georgens, Ausstellungskuratorin Bettina von Trott zu Solz, Malteser-Diözesangeschäftsführer Dirk Wachsmann, Projektleiter Robert Austerschmidt und Oberbürgermeister Hansjörg Eger (v.l.n.r.) vor der originalgetreuen Nachbildung des Turiner Grabtuchs.
Fotos: Malteser Hilfsdienst e.V., Diözesangeschäftsstelle Speyer

Speyer – Am Freitag wurde die Malteser-Ausstellung zum Turiner Grabtuch unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, in der Krypta des Speyerer Doms feierlich eröffnet.

Die Wanderausstellung „Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche“ stellt wissenschaftliche Forschungen und theologische Sichtweisen vor. Rund 70 geladene Gäste nahmen an der heiligen Messe und anschließenden Ausstellungsbesichtigung teil.

Kuratorin Bettina von Trott zu Solz führte durch die Ausstellung: „Dies ist das meist untersuchte Textil der Weltgeschichte. Seit über 100 Jahren belegen immer mehr Forschungen, dass das Tuch mit großer Wahrscheinlichkeit einen gefolterten und gekreuzigten Mann aus der Zeit Jesu bedeckt hat“, erklärte sie.

„Unabhängig von der Frage der Echtheit, bringt uns das Grabtuch von Turin, welches über Jahrhunderte schon Millionen von Menschen fasziniert hat, auf Tuchfühlung mit Christus. Es stellt uns in geschichtlicher Konkretion die Menschwerdung Gottes vor Augen. Das Grabtuch spricht zu unserem Herzen in einem beredten Schweigen. Wenn wir uns ihm mit betendem Herzen nähern, erstrahlt vor uns der gekreuzigte und auferstandene Jesus von Nazareth“, so Schirmherr Bischof Wiesemann.

Die Eröffnung der Malteser-Ausstellung wurde mit einer heiligen Messe in der Krypta des Speyerer Doms eingeleitet.

145.000 Menschen an 24 Orten haben die Wanderausstellung, die von den Maltesern und dem Erzbistum Köln mit Unterstützung des Autors und Historikers Michael Hesemann entwickelt wurde, bereits besucht. Kernstücke sind eine originalgetreue Nachbildung des Tuchs und eine Korpus, der aus einer 3D-Betrachtung der Spuren gefertigt wurde sowie 20 weitere Ausstellungsstücke aus der Zeit der Kreuzigung.

„Die Arbeit der Malteser ist seit mehr als 950 Jahren vom Glauben an Jesus Christus und der Hilfe am Nächsten geprägt. Diese Überzeugung wird in unseren zahlreichen Angeboten vom Sanitätsdienst bis hin zur Demenzbegleitung deutlich, aber auch in Veranstaltungen wie dieser.“ Man lade  gerne zu einer Spurensuche auf geistlicher, wissenschaftlicher und philosophischer Ebene ein, so der Malteser-Diözesangeschäftsführer Dirk Wachsmann.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. April täglich in der Krypta des Speyerer Doms zu sehen. Es gelten die Eintrittspreise der Krypta.

Über eine zusätzliche Spende an die Malteser Pflasterstube in Kaiserslautern für Wohnsitzlose und Menschen ohne Krankenversicherung oder ohne gültige Aufenthaltserlaubnis, freuen sich die Veranstalter.

Besonders eingeladen sind Schüler-, Kommunions-, Jugend- und Erwachsenengruppen, Vereine und Verbände sowie Kirchengemeinden, auch anderer Konfessionen.

Gruppen können unter grabtuchausstellung.speyer@malteser.org oder 0170/7068084 kostenlose Führungen buchen.

Weitere Informationen auf www.malteser-turinergrabtuch.de und www.malteser-speyer.de.

Kuratorin Bettina von Trott zu Solz erläutert wie die berühmte Fotografie des Grabtuchs entstand.

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