Sonntag 8.November 2026

SPD-Kreistagsfraktion unterstützt Initiative der SüdpfalzDocs

30. September 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Symbolbild: Pfalz-Express

Kreis Germersheim – Die SPD-Kreistagsfraktion im Kreis Germersheim hat das Engagement der SüdpfalzDocs ausdrücklich begrüßt.

In der Sitzung des Kreistags am 22. September sprach sich die Fraktion für die Unterstützung der Initiative aus, die die Gründung einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) durch die jungen Ärzte vorsieht. Die finanzielle Förderung erfolgt als freiwillige Leistung im genehmigten Haushaltsplan. Die Entscheidung fiel mit großer Mehrheit; die AfD stimmte dagegen.

„Das Engagement der jungen Medizinerinnen und Mediziner zeigt, dass die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum eine gemeinsame Aufgabe ist, die von vielen Seiten getragen werden muss“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete und Kreistagsmitglied Katrin Rehak-Nitsche, die das Thema Medizinstudienplätze auch auf Landesebene in Mainz vertritt.

Ihr Landtagskollege Markus Kropfreiter, ebenfalls Kreistagsmitglied und Bürgermeister, betonte: „Das Potenzial der SüdpfalzDocs für unsere Region ist sehr groß. Ich begleite ihre Arbeit seit längerem und begrüße diesen wichtigen Schritt.“

Rehak-Nitsche und Kropfreiter machten deutlich: „Der Ansatz der SüdpfalzDocs ist genau der richtige Weg.“ Sie erklärten, dass in Deutschland heute mehr Ärzte verfügbar seien, viele junge Ärzte jedoch nicht mehr in den alten Strukturen der Selbstständigkeit 60 Stunden pro Woche arbeiten möchten. Deshalb seien neue, attraktive und zukunftsfähige Formen der Zusammenarbeit notwendig, die eine gute Versorgung mit ausgewogener Work-Life-Balance verbinden.

Die SPD-Kreistagsfraktion wies darauf hin, dass die Landesregierung in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Stärkung der ärztlichen Ausbildung ergriffen habe. Studienplätze würden kontinuierlich ausgebaut, weitere Schritte seien geplant. Der Vorwurf, das Land bilde zu wenige Ärzte aus, sei daher nicht zutreffend.

Die Fraktion nannte mehrere landesweite Maßnahmen zur Sicherung der ärztlichen Versorgung:

  • die Landarztquote, die junge Ärzte gezielt in den ländlichen Raum bringt,

  • die neue Landkinderarzt-Quote zur Stärkung der Kinder- und Jugendmedizin,

  • den Masterplan zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Zusammenarbeit mit Verbänden,

  • Förderprogramme für Praxisübernahmen und Niederlassungen in unterversorgten Regionen,

  • Förderung von Weiterbildungsverbünden in der Allgemeinmedizin mit wohnortnahen Ausbildungswegen,

  • die Entwicklung neuer Praxisstrukturen und Versorgungsmodelle zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Rehak-Nitsche betonte: „Mehr Studienplätze allein lösen das Problem nicht. Wer in Mainz oder Trier Medizin studiert, entscheidet sich nicht automatisch für eine Praxis in Neuburg oder Leimersheim. Deshalb braucht es ergänzende Programme, die den ärztlichen Nachwuchs an den ländlichen Raum binden – etwa über Landarztquoten, regionale Praktika und eine enge Vernetzung mit den Kommunen.“

Die SPD-Kreistagsfraktion hob hervor, dass Initiativen wie die SüdpfalzDocs eine wertvolle Ergänzung zu den landesweiten Maßnahmen darstellen und dazu beitragen, die medizinische Versorgung in der Südpfalz langfristig zu sichern.

Ziya Yüksel, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Germersheim, kommentierte: „Die SPD im Kreis Germersheim ist ein verlässlicher Gestalter und Partner, ich danke unseren Landtagsabgeordneten für ihren beherzten Einsatz für unsere Region.“

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