Berlin – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Zweifel daran geäußert, dass die elektronische Gesundheitskarte in ihrer derzeitigen Form sinnvoll ist.
„Die Zeit von Kartenlesgeräten an Desktop-Computern als alleinige, vorgeschriebene Login-Variante ist in jedem Fall aus meiner Sicht nicht der Zugang, den sich die Bürger im Jahre 2018 mehrheitlich wünschen“, sagte Spahn der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Dass die Entwicklung der Gesundheitskarte, mit der Ärzte und Patienten wichtige Daten austauschen sollen, in 14 Jahren nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei, nannte Spahn „völlig inakzeptabel“.
Die Entwicklung der Karte hat bislang etwa eine Milliarde Euro gekostet. Stattdessen forderte Spahn, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit den Plänen für ein Bürgerportal zu koordinieren, welches die Bundesregierung derzeit plant.
„Ich will nicht, dass man eine digitale Identität für die Steuererklärung braucht, eine um seinen Pass zu beantragen und eine dritte im Gesundheitswesen“, sagte Spahn. (dts Nachrichtenagentur)

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Ich stimme Herrn Spahn zu. Die Digitalisierung in der extremen Form ist gefährlich und unnötig.