
Foto über KV Südwestpfalz
Kreis Südwestpfalz – Die Welt und mit ihr die Bürger des Landkreises blicken fassungslos auf die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine, wo Putins Krieg unfassbares menschliches Leid gebracht hat. Hunderttausende Menschen sind bereits geflohen oder befinden sich aktuell auf der Flucht.
„Keiner weiß daher, was uns in der Ukraine, bei ihren unmittelbaren Nachbarn und auch hier im Landkreis in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet“, appelliert Landrätin Dr. Susanne Ganster für die Menschen in der Ukraine und für den Frieden zusammenstehen. „Die nächsten Wochen werden zeigen, welche Art von Hilfe ganz besonders benötigt wird. Und wir werden einen langen Atem brauchen. Gemeinsam werden wir diesen haben.“
Die weltweite Solidarität ist riesig. Das zeigen neben Demonstrationen auch zahlreiche Hilfsinitiativen, die bereits gestartet oder geplant sind. Aus den Beständen des Katastrophenschutzes des Landkreises wurden am Donnerstag 300 Feldbetten mit Bettzeug als Soforthilfe aus der Südwestpfalz über eine zentrale Sammelstelle des Landes an den ukrainischen Katastrophenschutz (DSNS, Stage Emergency Service) auf den Weg gebracht. Begleitet wird dies von Reserveausrüstung aus Feuerwehrbeständen, wie Schutzbekleidung und -helme, wasserführende Armaturen und technisches Gerät und Sanitätsmaterial aus den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Rodalben und Thaleischweiler-Wallhalben.
Insgesamt wurden 15 Europaletten mit dringend benötigter Soforthilfe von der Taschenlampe bis zum Sanitätsmaterial angeliefert und in den Abrollbehälter des Katastrophenschutzes verladen. Mit einem landesweit koordinierten Hilfszug werden medizinische und allgemeine Hilfsgüter sowie Rettungsequipment an die polnisch-ukrainische Grenze verbracht und dort übergeben. Über den Katastrophenschutz liegt dem Landkreis eine Liste des DSNS vor, was derzeit dringend benötigt wird. Alles was daraus zusammengetragen werden kann, wollen die Katastrophenschutzverbände im Land als primäre Direkthilfe sofort liefern.
Der DSNS verfügt über etwa 80.000 Einsatzkräfte, die logistisch hervorragend organisiert sind und sich auf dem gesamten Territorium der Ukraine befinden. Sie haben einen sehr guten und aktuellen Überblick und sind die primären Einsatzhelfer für die Bergung von Verwundeten, das Löschen der Brände und die Versorgung der Zivilbevölkerung.
Genutzt werden die direkten Kontakte auf Ministeriumsebene, um die Hilfsgüter ohne komplizierte Zollformalitäten an beliebigen Grenzpunkten der polnisch-ukrainischen Grenze anliefern zu können. Von dort werden sie vom DSNS abgeholt und ins Landesinnere verbracht und verteilt. Der ukrainische Katastrophenschutz verfügt nicht nur über die Leute, sondern auch über die logistischen Mittel.
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