SÜW- Das Modellprojekt Gemeindeschwester plus soll Senioren helfen, länger selbstständig zu bleiben.
2,9 Millionen Euro hat das Sozialministerium darin investiert. Bei Hausbesuchen unterstützen die Gemeindeschwestern ältere Menschen, die noch ohne Pflege leben können, mit konkreten Angeboten zum Erhalt ihrer Selbstständigkeit.
„Die Gemeindeschwester Plus kommt den hochbetagten Menschen in unserer Region unmittelbar zugute. Sie kann dazu beitragen, dass ältere Menschen, die noch keinen Pflegebedarf haben, länger gesund zuhause leben können“, so der SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer zum Evaluationsbericht von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).
Der Landkreis Südliche Weinstraße ist eine der Regionen, in denen das Modell der Gemeindeschwester Plus seit dem Sommer 2015 und noch bis Ende des Jahres 2018 erprobt wird. Das Modellprojekt schließt eine Lücke der Unterstützung und Beratung, die von Partnern im Gesundheitswesen und in der Pflege so nicht geschlossen werden kann.
Damit setzt Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland einen Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz von November 2014 um, der dem Bund und den Ländern empfiehlt, als ein wichtiges Element im Vorfeld von Pflege das „Kümmern“ stärker zu beachten.
Ausgebildete Pflegekräfte besuchen Hochbetagte, die noch keinen Pflegebedarf haben. Senioren erhalten Beratung und Vernetzung in der Gemeinde, um möglichst lange selbständig in den eigenen vier Wänden leben zu können.
„Auch vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt das Thema Einsamkeit und Vereinsamung in den Medien diskutiert wurde, ist die Gemeindeschwester ein Ansatz, um ältere Menschen gezielt zu vernetzen und Einsamkeit im Alter vorzubeugen“, so Schweitzer.
Wie Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler erläuterte, hat die wissenschaftliche Begleitung des Projekts dessen Nutzen nachdrücklich unterstrichen. Auch die Akzeptanz bei den älteren Menschen selbst sei groß.
„Wir werden uns als SPD-Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen dafür einsetzen, dass es die Gemeindeschwester Plus auch in Zukunft geben wird und dass sie auch weiterhin dazu beitragen kann, Menschen so lange wie möglich vor einem Pflegebedarf zu bewahren“, so Schweitzer.

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