
V.li.: Kreisbeigeordnete Anette Kloos, Bürgermeister Karl Dieter Wünstel, Guido Schork und Daniel Schork.
Foto: KV GER/Maria Farrenkopf
Hatzenbühl – Wenn auf dem Münchner Oktoberfest traditionelle Schmankerl serviert werden, darf eines nicht fehlen: Sauerkraut. Seit vielen Jahren setzen dortige Festwirte auf ein echtes Qualitätsprodukt aus der Südpfalz: Schork’s Sauerkraut aus Hatzenbühl. Bis zu 2,5 Tonnen des beliebten Krauts werden jedes Jahr auf der Wiesn verzehrt.
Das Unternehmen wurde 1968 von Richard Schork gegründet und ist heute nach wie vor ein traditionsreicher Sauerkraut-Produzent der Region. Seit 2002 führen seine Söhne Guido und Daniel Schork den Familienbetrieb mit derselben Leidenschaft und dem Anspruch an höchste Produktqualität weiter.
Bei einem Betriebsbesuch informierten sich Kreisbeigeordnete Anette Kloos, Bürgermeister Karl Dieter Wünstel und Kreiswirtschaftsförderin Maria Farrenkopf über den Produktionsprozess, über Erfolgsfaktoren und unternehmerische Herausforderungen.
Die Herstellung des Sauerkrauts folgt einem bewährten, handwerklich geprägten Verfahren. Der Weißkohl stammt überwiegend von umliegenden Landwirten und wird für optimale Qualität von Hand geerntet und frisch angeliefert. Anschließend schneiden halbautomatische Anlagen die Köpfe samt ihres besonders vitaminreichen Strunkes und das für die Fermentation notwendige Salz wird beigemischt.
Danach gelangt das Kraut in 10- oder 20-Tonnen-Behälter und erhält durch eine 1000-Liter-Wasserblase das erforderliche Gewicht. Bis zu 7 Tonnen Weißkohl pro Stunde können so verarbeitet werden. Anschließend folgt die natürliche Milchsäuregärung – im Sommer etwa 14 Tage, im Winter bis zu zwei Monate. Das Ergebnis ist ein reines Naturprodukt ohne Zusätze.
„Insgesamt kommen wir mit unseren wenigen Festangestellten plus Saisonarbeitern gut über die Runden“, so Daniel Schork. Man kennt seine Lieferanten und Abnehmer, plant das Geschäftsjahr gut durch in Hinblick auf Ernte-, Verarbeitungs- und Lagerungszeiten.
Der Blick in die Zukunft des kleinen Familienbetriebes ist aber eher sorgenvoll: Zwar wird Sauerkraut weiterhin gern gegessen, doch immer weniger Menschen bereiten es frisch zu und insgesamt veränderte Ernährungsgewohnheiten lassen die Nachfrage sinken. Hinzu kommt der wachsende Preisdruck des Lebensmittelhandels, während zugleich die Zahl an Metzgereien stetig sinkt, die frisches Sauerkraut im eigenen Verkauf anbieten.
Trotz aller Herausforderungen halten Guido und Daniel Schork an ihrer Arbeit fest und führen den Familienbetrieb so lange weiter, wie es möglich ist.

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