Samstag, 15. Juni 2024

Saumagen in allen Variationen – schon Kohl hat ihn geliebt

8. November 2012 | Kategorie: Landau, Regional

Der Saumagenwettbewerb mit Schirmherr, Weinprinzessinnen und Siegern. Fotos: Ahme

Godramstein. Der Saumagenwettbewerb ist eine Erfolgsstory: Er wird alle zwei Jahre durchgeführt und fand jetzt zum siebten Mal im Dorfgemeinschaftshaus Godramstein statt. Ziel war es wieder, das Image der kulinarischen Spezialität und Pfälzer Nationalgerichtes weiter zu fördern, bekannter zu machen und natürlich auch handwerkliche Fähigkeiten im Fleischerhandwerk herauszustellen und zu prämieren.

Die Saumagenprofis hatten 155 Produkte angeliefert, wie Obermeister Walter Weindel in Vertretung des erkrankten Ehrenobermeisters Klaus Wolf, am Prämierungsabend vermelden konnte.

Die Saumagen, die morgens unter großem Medieninteresse angeliefert und von einer 55köpfigen Jury verkostet wurden, kamen hauptsächlich aus der Pfalz, der Kurpfalz und dem Saarland und zeugten von einem Ideenreichtum und einer hervorragenden Beschaffenheit, dass es „die Jury sehr schwer hatte, zumal sich manches nur in Nuancen unterschied“ so Weindel.

Zu große Körnung, zu wenig Kartoffeln, zu stark gewürzt: die Prüfkriterien bezogen sich auf äußeres Aussehen, innere Beschaffenheit, Schnittbarkeit, Geruch und Geschmack und so weiter. Erstmals gab es vier Kategorien, die bewertet wurden, nämlich den „Original Pfälzer Saumagen“, den „Saumagen mit Zutatenvariationen“, den „Saumagen in besonderer Form“ (als Torte, Terrine, Pastete).

Und die Kategorie der „Hausfrauen/Männer“. Erstmals durften also auch Laien ihre Produkte in den Wettbewerb einbringen. Klaus Seiferlein, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft der Südpfalz stellte im Wechsel mit Weindel die einzelnen Kriterien vor und gab auch die Sieger bekannt.

Etliche Bronze, Silber und Goldmedaillen konnten nach dem 50-Punkte-Schema vergeben werden, die absoluten Spitzenreiter, die Goldmedaillen und Ehrenpokale mit nach Hause nehmen durften, waren im Bereich „Klassischer Saumagen“ auf dem 3. Platz Peter Joachim, Landau, auf dem zweiten Platz die Metzgerei Joachim Wenz, Kandel und auf Platz 1 Peter Gütermann, Landau. Im Bereich „Saumagen mit Zusatzvariationen“ erreichten Joachim Wenz, Kandel Platz 3, die GbR Scherer, Hatzenbühl, Platz 2. Peter Gütermann hatte auch dieses Mal die Nase vorne.

In der Kategorie „Saumagen in besonderer Form“ belegte Walter Weindel, Landau den dritten Platz. Roland Schreiner aus Harthausen belegte Platz zwei. Die BBS Landau wurde für ihren ersten Platz mit besonders viel Applaus bedacht. Sabine Pfaffmann, Gerald Niederberger und die Erstplatzierte Gertrud Wind aus Gossersweiler-Stein zeigten den Profis, dass auch normale Hausfrauen (und Männer) das Pfälzer Nationalgericht herstellen können.

OB Schlimmer lobte die Leistungen des Traditionshandwerks. „Gehen Sie zum Metzger Ihres Vertrauens. Gute Qualität kostet ihren Preis.“

Die Reblausmusikanten (Bläserensemble der Kreismusikschule) übernahmen die musikalische Umrahmung des Pfälzer Abends. (desa)

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen