Berlin- Die Zuwanderung von Bürgern aus EU-Staaten nach Deutschland ist im Jahr 2015 auf ein Allzeithoch gestiegen.
Aus einer Zuwanderung von 685.485 und einer Abwanderung von 303.036 EU-Bürgern ergab sich eine Nettozuwanderung von 382.449. Das geht aus dem neuen Freizügigkeitsmonitoring des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor, das der „Welt“ vorliegt.
Weiterhin zahlenmäßig wichtigstes Herkunftsland war Rumänien mit 174.779 Zugewanderten, gefolgt von Polen (147.910) Bulgarien (71.709) und dem jüngsten EU-Mitglied Kroatien (50.646). Damit stammen fast vier Fünftel (533.000) der im vergangenen Jahr zugezogenen EU-Ausländer aus den osteuropäischen Staaten (neben Rumänien, Bulgarien und Kroatien, die EU-8: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn).
Laut Freizügigkeitsmonitor kamen 15 Prozent (100.164) aus den südeuropäischen Staaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Mit Ausnahme Italiens hat sich die Zuwanderung aus diesen Staaten, die durch die Schulden- und Finanzkrise angestiegen war, zuletzt wieder abgeschwächt.
Insgesamt leben in Deutschland 4,1 der laut Eurostat 18,5 Millionen EU-Migranten. Es folgen Großbritannien (3,1), Frankreich (2,2), Spanien (2) und Italien (1,8). Der Zuzug von EU-Einwanderern war eines der wichtigsten Themen in der britischen Debatte über den Austritt aus der EU. Das Land verzeichnete 2015 ein Wanderungssaldo von 184.000 EU-Einwanderern. (dts Nachrichtenagentur)

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