
Gedenken an NS-Opfer. Seebach erinnert in seinem Vortrag auch an Symbole der Nazizeit.
Symbolbild Pfalz-Express
Neustadt. Das Hakenkreuz öffentlich zur Schau zu stellen, ist verboten.
Es steht für völkisches, antisemitisches, die „arische Herrenrasse“ symbolisierendes Denken. Deshalb wählte es Hitler zum Parteiabzeichen, später sogar zum Hoheitszeichen des Nazi-Staates. Die „Deutschen Christen“ übernahmen es in ihr „Logo“, verbunden mit dem Kreuz, das keine Haken hat.
Überraschendes und bisher wenig Beachtetes zur Herkunft des Hakenkreuzes hat der Wissenschaftler Helmut Seebach heraus gefunden.
Zur Bildersprache der Reformierten, die aus der Schweiz auch in die Pfalz einwanderten, gehörte unter anderem das Hakenkreuz. In Ritzzeichnungen auf Holz und Stein ist es als Glaubenssymbol der Religionsflüchtlinge erhalten.
In einem Power-Point-Vortrag am Donnerstag, 3. Februar 2022, um 19 Uhr, in der Alten Winzinger Kirche in Neustadt/Weinstraße wird Helmut Seebach die Genese des Hakenkreuzes nicht nur für den pfälzischen Raum, sondern europaweit aufzeigen.
Der aus Annweiler/Queichhambach stammende Volkskundler und Europäische Ethnologe hat in bisher 7 Büchern die kulturellen Einflüsse der Schweizer Reformierten erforscht. Sie wirkten über Europa hinaus bis in die USA nach Pennsylvanien.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation zwischen der „Initiative Hitlerglocke in Herxheim am Berg Abhängen – Aufatmen“ und der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt.

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