Montag 18.Mai 2026

Planung für Bahnbetriebswerk in Wissembourg: Grenzüberschreitender Zugverkehr soll profitieren

29. März 2025 | Kategorie: Elsass Oberrhein Metropolregion, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau

Alte Stadtmauer von Wissembourg.
Foto: Pfalz-Express

Wissembourg – Die französische Region Grand Est plant in Wissembourg den Bau eines Bahnbetriebswerks für grenzüberschreitende Zugverbindungen.

Dort sollen künftig Züge gewartet werden, die zwischen Frankreich und Deutschland verkehren. Die Region ist dazu im Gespräch mit der französischen Staatsbahn SNCF über die Nutzung der Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs.

Laut Werner Schreiner, dem Beauftragten des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, könnten durch das Betriebswerk 30 bis 60 neue Arbeitsplätze entstehen – je nach Umfang des Fahrzeugeinsatzes. Auch Wissembourgs Bürgermeisterin Sandra Fischer-Junck sieht die Pläne positiv, da sie ihrer Stadt wirtschaftliche Impulse geben könnten.

Hintergrund der Überlegungen ist die zunehmende Bedeutung des regionalen Bahnverkehrs. Da die Wartung der Züge in Straßburg aufgrund begrenzter Flächen nicht dauerhaft möglich ist, soll Wissembourg diese Funktion übernehmen. Zudem ist geplant, den Bahnhof der Stadt umzubauen, um kürzere Fahrzeiten und höhere Geschwindigkeiten auf der Strecke zu ermöglichen.

Allerdings gibt es noch Herausforderungen. Die Bahnverbindung zwischen Winden und Wissembourg ist derzeit durch Schäden an der Infrastruktur, unter anderem durch Dachsbaue und Hangabbrüche, beeinträchtigt. Das führt zu Verzögerungen für Pendler, die aus der Region nach Karlsruhe oder Landau fahren. Nach Angaben von Werner Schreiner sollen notwendige Bauarbeiten und mögliche Streckensperrungen in enger Abstimmung mit den deutschen Partnern erfolgen.

Franck Leroy, Präsident der Region Grand Est, betonte zudem, dass die Ausschreibung für die grenzüberschreitenden Verkehrsleistungen zwischen Grand Est, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg voranschreite. Leroy hofft auch, dass sich für die Jugendlichen zum „Sommerausflug“ wie im vergangenen Jahr auch wieder eine Regelung finden lassen wird, so dass man die „Regionen des Nachbarn“ kennenlernen kann.

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