Pforzheim – In Pforzheim trafen sich Russlanddeutsche aus mehreren Bundesländern in Pforzheim, um die deutschlandweite „Interessengemeinschaft der Russlanddeutschen in der AfD“ zu gründen und über deren Grundsätze zu befinden.
Gastgeber und Mitinitiator Waldemar Birkle, Pforzheimer AfD-Stadtrat und Direktkandidat für den Wahlkreis 279 Pforzheim, freute er sich über hochkarätige Ehrengäste, darunter Prof. Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender der AfD und Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, ferner Dr. Bernd Grimmer und Bernd Gögel, beide Mitglieder des baden-württembergischen Landtags, aus Pforzheim und dem Enzkreis.
Mit diesem Treffen, so Birkle, wolle er das Signal aussenden, dass es innerhalb der AfD eine starke und aktive Arbeitsgruppe der Russlanddeutschen gebe.
Meuthen begrüßte die russlanddeutschen Vertreter auf Russisch. Familie, Vaterland, Verteidigung und die friedliche Beziehung zwischen Deutschland und Russland seien den Heimkehrern immer wichtig gewesen. Vertreten gesehen hätten sie sich deshalb früher von der CDU.
Nach der „Sozialdemokratisierung der Union durch Angela Merkel und der Entwicklung einer deutschen Kuscheljustiz im links-grünen Parteiensumpf wanderten Ihre Landsleute deshalb natürlicherweise zur AfD, die seit ihrer Gründung für die Rechtsstaatlichkeit in unserer parlamentarischen Demokratie kämpft“, sagte Meuthen.
Der AfD-Bundesvorsitzende sprach von einer „vorbildliche Integrationsleistung“ der Spätaussiedler nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in den 90er Jahren und von der „wertekonservativen Zielsetzung des AfD-Grundsatzprogramms“, das sich von der „politischen Beliebigkeit bei den Altparteien“ deutlich unterscheide.
„Verheerend und in jedem anderen Land unvorstellbar“ nannte er das Skandieren von „Deutschland verrecke“ bei einer Demonstration, an der auch die Grüne Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth teilgenommen habe, ohne sich von dieser Parole zu distanzieren. Am Ende seines Vortrags erhielt Meuthen tosenden Applaus.
Am Ende des Tages wurden drei Sprecher der Interessengemeinschaft und neun Mitglieder des Arbeitskreises gewählt .
Sprecher wurden Waldemar Birkle aus Pforzheim, Albert Breininger aus Germersheim und Lidia Bernhardt aus Oldenburg (Niedersachsen).
In den Arbeitskreis wurden gewählt: Vadim Derksen aus Regensburg, Walter Schellenberg aus Kierpse, Dimitri Schulz aus Wiesbaden, Konstantin Sawin aus Alzey, Heinrich Weber aus Haitlingen, Anatoli Trenkenschu aus Celle, Elena Roon aus Nürnberg, Anton Mager aus Nürnberg und Otto Feist aus Wuppertal. (ab)
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