
Umweltministerin Ulrike Höfken überreicht Gerald Job die Auszeichnung für nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung und Lebensqualität. (Foto:red)
Ottersheim. Ottersheim kann seinen Ehrungen eine weitere hinzufügen. Am 19. Septemer zeichnete die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken die Kommune mit dem Sonderpreis für „Vorbildliche ökölogische Leistungen in der Gemeinde“ aus.
Zu diesem Anlass gab es eine Feierstunde im Bürgerhaus, der ein kleiner Dorfrundgang vorausgegangen war.
„Mit großem ehrenamtlichen Enagagement haben sich die Bürgerinnen und Bürger in Ottersheim für eine nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung und Lebensqualität in ihrem Heimatort eingesetzt. Ihre Aktivitäten tragen zum Erhalt der rheinland-pfälzischen Kulturlandschaften und der biologsichen Vielfalt bei“, so Ministerin Höfken in ihrer Würdigung.
Auch der 1. Beigeordnet der Verbandsgemeinde Guido Hörner würdigte den Einsatz der Ottersheimer Bürgerschaft: „Die Ottersheimer wissen ihre Naturgüter zu schätzen uns setzen sich für viele, ganz unterschiedliche Projekte und Maßnahmen ein.“ Zudem hob er die wichtige Arbeit der Landwirte hervor, die es in Ottersheim immer verstanden, die Böden trotz wirtschaftlicher Zwänge zu schonen und damit einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Vielfalt beisteuerten.
Das Gebiet rund um Ottersheim hat besondere Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Teile davon sind als Fauna-Flora-Habitat- und als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
So widmet sich z.B. die „Interessengemeinschaft Queichwiesen“ seit vielen Jahren dem Erhalt der einzigartigen Queichwiesenlandschaft. In Ottersheim ist es beispielhaft gelungen, Landwirte, Naturschützer, Verbände und weitere Kommunen zusammen zu bringen. Dank der erfolgreichen Kooperation konnte mit Unterstützung des Landes u. a. die traditionelle Wiesenbewässerung erhalten werden, die die Voraussetzung zum Erhalt dieser Kulturlandschaft mit ihrer charakteristischen Flora und Fauna ist. Die Rückkehr des Weißstorchs, der rund um die Queichwiesen die höchste Bestandsdichte in Rheinland-Pfalz aufweist, ist ein sichtbares Zeichen dafür.
Ein anderes Beispiel ist die Renaturierung des Brühlgrabens zu einem naturnahen Gewässerlauf. Hier konnte dank vieler privater Grundstücksverkäufe eine Fläche von 15.000 Quadratmeter für die wohnungsnahe Erholung bereitgestellt werden.
Ein besonderes Augenmerk wurde in Ottersheim auch auf die Umweltbildung für Kinder gelegt, so entstand beispielsweise ein Walderlebnispfad. Ministerin Höfken abschließend: „Engagierte Gemeinden wie Ottersheim sind wichtige Vorbilder und sollten viele Nachahmer finden.“
Der Preis wurde an Ottersheim und an Wilgartswiesen im Kreis Südwestspfalz vergeben. Beide Gemeinden dürfen sich jetzt über jeweils 2.500 Euro freuen.
Ortsbürgermeister Gerald Job zeigte sich hocherfreut über die Auszeichnung und die lobenden Worte und bedankte sich im Namen der Ottersheimer Bürger herzlich. Das Preisgeld sei bereits in einen Generationenpfad angelegt worden. Dem Gemeinderat war es wichtig in ein neues und nachhaltiges Projekt zu investieren. Bisher wurden bereits 10 Obstbäume für Neugeborene bestellt, die im Laufe des Spätjahres gemeinsam mit Eltern, Großeltern etc. gepflanzt werden sollen. Bestens musikalisch umrahmt wurde die kurzweilige Feierstunde vom „Schwarzwurzel-Ensemble“, die mit Ihrer Liedauswahl das Thema Ökologie aufgegriffen hatten. (red)

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