
Foto: Pfalz-Express
Germersheim – Am 8. Februar fanden in Germersheim zwei Veranstaltungen statt, die ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie setzten sollten.
Sowohl die Mahnwache der „Omas gegen Rechts“ am Königsplatz als auch die Demonstration der Studierenden des Fachbereichs für Translation, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) auf dem Paradeplatz zogen zahlreiche Teilnehmer an – darunter auch mehrere Vertreter aus Politik und Gesellschaft.
Mahnwache der „Omas gegen Rechts“

Foto: Pfalz-Express/Linares-Ramon
Von 10 bis 12 Uhr versammelten sich rund 60 Menschen am blauen Engel am Königsplatz zur Mahnwache der „Omas gegen Rechts“. Die parteiunabhängige Initiative wurde 2017 in Wien gegründet und ist seit 2018 auch in Deutschland aktiv. Die Aktion war Teil eines bundesweiten Aktionstags der „Omas“.
Am Infostand der Organisation konnten Besucher Buttons mit der Aufschrift „Omas gegen Rechts“ erhalten und sich über die Arbeit der Initiative informieren. Die Demonstranten zeigten Geschlossenheit, unter anderem mit dem gemeinsam gesungenen Lied „KeineR wählt hier Rechts!“, einer Neufassung des Protestlieds „We shall not be moved“.
„Ich bin eine Oma und ich finde es ist wichtig, dass wir uns hier gemeinsam versammeln,”, sagte zum Beispiel Bianca Dietrich, Mitglied des Gemeinderats in Lingenfeld.

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Auch politische Vertreter beteiligten sich aktiv an der Mahnwache.
Vor Ort waren unter anderem der Landtagsabgeordnete Markus Kropfreiter (SPD), der Vorsitzende für Migration und Integration Ziya Yüksel sowie die Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration Büsra Lenz. Außerdem nahmen Peter Meyer und Armin Lutzke von der Fraktionsspitze der FWG teil.

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Studenten protestieren für Vielfalt
Direkt im Anschluss, von 12 bis 14 Uhr, versammelten sich auf dem Paradeplatz rund 150 Menschen zu einer weiteren Kundgebung gegen Rechts. Organisiert wurde sie vom Studienparlament (StuPa) und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) des FTSK. Neben Kropfreiter, Yüksel, Lenz und der SPD-Landtagsabgeordneten Katrin Rehak-Nitsche war auch Yildiz Härtel, SPD-Bundestagskandidatin für die Südpfalz, und Yüksel Battel dabei.

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In Redebeiträgen wurde betont, dass aus der Geschichte Lehren gezogen werden müssen. „Es ist noch keine 100 Jahre her, und wir haben nichts dazu gelernt“, sagte ein Student. Ein anderer wies darauf hin, wie wichtig Vielfalt für die Gesellschaft sei: „Ohne Migranten würde hier vieles nicht funktionieren.“
Peter Meyer und Armin Lutzke (FWG) hoben hervor, dass es wichtig sei, sich aktiv für eine Gesellschaft einzusetzen, in der Toleranz und Respekt im Mittelpunkt stehen.

Foto: FWG
Parallel: Infostand der AfD
Nur wenige Meter entfernt hatte die AfD einen Wahlstand aufgebaut. Dort informierten Mitglieder der Partei über ihr Programm, während im Hintergrund Musik lief, die zur Unterstützung von Alice Weidel aufrief, der Kanzlerkandidatin der AfD. Einige Paare schwangen sogar das Tanzbein.

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„Wir haben heute eine sehr gute Stimmung am Infostand gehabt und viele interessante Gespräche mit Bürgern aus Germersheim und die Umgebung gehabt, sagte der AfD-Stadtverbandsvorsitzende Albert Breiniger.
Die Gegendemonstranten seien hauptsächlich friedlich gewesen und „haben uns eigentlich nicht wirklich gestört.“ Mit einigen davon habe man sogar interessante Gespräche geführt. „So, wie es eigentlich unter Demokraten sein soll. Wir bedanken uns bei der Polizei, die die ganze Zeit vor Ort war und für Ordnung gesorgt hat.“
Sämtliche Veranstaltungen verliefen friedlich – darauf hatten die Organisatoren im Vorfeld besonderen Wert gelegt. (nlr/red)

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