Dienstag, 22. Juni 2021

Oettinger bringt Merz als Kanzlerkandidat ins Gespräch und will Wähler von der AfD zurückholen

26. Dezember 2018 | Kategorie: Politik

Friedrich Merz
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat den unterlegenen Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, als möglichen Kanzlerkandidaten der Union genannt.

„Fast die Hälfte der Parteitagsdelegierten wollten Friedrich Merz als CDU-Vorsitzenden – und ein CDU-Vorsitzender ist immer auch ein möglicher Kanzlerkandidat“, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Enscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur liege „zuallererst“ bei der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, fügte Oettinger hinzu. Sie sei „für die programmatische und personelle Ausrichtung der CDU verantwortlich – und sie hat das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur“.

Doch gebe es dabei „keinen Automatismus“. Oettinger sagte Veränderungen in der Bundesregierung voraus, die spätestens 2021 mit der nächsten regulären Bundestagswahl, vielleicht auch früher einträten.

Er begrüße es, dass Merz bereit bleibe, seine Sachkompetenz einzubringen. Oettinger riet seinem Parteifreund, zunächst einmal bei einem Parteiprojekt mitwirken – in einer Programmkommission oder in einem hochrangigen Beirat.

Zugleich rief der EU-Kommissar die Union dazu auf, Wähler von der AfD zurückzuholen. „Faschisten und Neonazis wollen wir nicht gewinnen, aber konservative und auch demokratisch rechte Wähler müssen wir erreichen“, sagte er.

„Die von der Union geführte Bundesregierung muss Handlungsfähigkeit beweisen, gerade beim Thema Migration und Sicherheit. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall.“

Oettinger schloss sich der Einschätzung von Merz an, die AfD lasse sich halbieren. „Es ist nicht lange her, da war die AfD nur halb so groß. Sie ist für mich keine Dauererscheinung“, sagte er.

„Die Union muss aus dem verkorksten Jahr 2018 lernen. Wenn sich CDU und CSU nicht mehr streiten, ist schon viel gewonnen. Und wenn die Regierung endlich ordentlich arbeitet, geht es weiter aufwärts.“(dts Nachrichtenagentur) 

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6 Kommentare auf "Oettinger bringt Merz als Kanzlerkandidat ins Gespräch und will Wähler von der AfD zurückholen"

  1. Ich wünsche mir, dass die AfD weiterhin erfolgreich ist!

    Bei den fünf Landtagswahlen 2017/2018 und der Bundestagswahl hatte die AfD den jeweils höchsten Stimmenzuwachs.

    Für mich sind die folgenden politischen Positionen der AfD besonders wichtig:

    – Widerstand gegen die Masseneinwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten
    – Widerstand gegen die Islamisierung
    – Widerstand gegen einen europäischen Zentralstaat

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker

  2. Markus sagt:

    Wenn der Schuss mal nicht nach hinten los geht. AKK wird schon sagen, wo es lang geht als Chefin. Dafür braucht Sie kein Oettinger. Und erst recht kein Merz mit seinen „belehrenden“ Worte.
    Huhuhu, das AfD Gespenst lässt grüßen.

  3. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Wer schützt Öttinger vor Öttinger?

    Aus seinen Zeiten als Ministerpräsident auf der Villa Reizenstein wird berichtet, dass es bereits morgens mit dem Alkohol losging. Das hat sich in Brüssel offenbar nicht sonderlich geändert.

    Also: Vor der Halbierung der AfD erst einmal nüchtern werden.

  4. Familienvater sagt:

    Herr Merz braucht bei solchen Unterstützern aus der Partei keine Feinde. Leute, die sich von AM die Kronjuwelen entfernen und sich danach brav am Gängelband führen liesen, werden die Partei mit den Klatschhasen, die alle CDU-Prinzipien/-Werte von Adenauer bis Kohl mit Hurra für die im Sozialismus ausgebildete AM in die Tonne traten, vollständig in den unausweichlichen Untergang führen.
    Und das ist gut so!

  5. Steuerzahler sagt:

    Wer der CDU nach den letzten 13 Jahren nochimmer vertraut, verdient entweder sein Geld bei der CDU oder interessiert sich nicht für Politik.
    -Atomausstieg und erneuerbare Energien auf Stromkosten der Bürger
    -20cm unwirtschaftliche Wohnhausdämmung auf Außenwänden
    -Islamisierung Deutschlands
    -Zerstörung des Sozialstaates durch Zuwanderung Unqualifizierter
    -Rechtsfreie Zonen
    -Rechtswiedrige Grenzöffnung für kulturfremde Wirtschaftsmigranten ohne Folgen für die Verursacher
    -Mainstreammedien zu Hofberichtersattern degradiert
    -Gruppen werden wieder ausgegrenzt: kein Bier sowie kein Stadion- und kein Kirchenbesuch für AfD-Anhänger
    Konservativen CDU-Mitgliedern kann ich nur empfehlen den Besuch einer AfD-Veranstaltung zu wagen. Jedoch eine Mitgliedschaft in der AfD ist der einzige „Spurwechsel“

  6. Familienvater sagt:

    Die Leipziger Volkszeitung meldet am 23.12.18:
    „CDU-Stadtverband Brandis wechselt geschlossen zu den Freien Wählern
    Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Brandis (10.000 Einwohner) haben jetzt ihren Austritt aus der Partei erklärt. Wie Vorsitzender Alexander Busch sagte, sei die CDU nicht mehr konservativ genug. Es werde nur versucht, Klischees zu bedienen.“
    Die CDU wurde d. AM u. ihre Helfer („Ehemalige“ aus der SED, DA, etc.) ausgehölt u. die Konservativen an den Rand oder aus der Partei gedrängt, daß nur noch der linke Flügel übrigbleibt.
    Diese Linken verkaufen sich den Wählern immer noch als die CDU-Mitte u. bereiten die SED 2.0 vor.
    Die Lüge als Machtinstrument ist das Prinzip in Merkel-Deutschland (V. Lengsfeld).
    Steht auf Konservative und verlässt die CDU, wenn ihr Rückgrat habt.

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