
Landesgartenschaugelände in Neustadt: Es gibt noch viel zu tun bis zur Eröffnung.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Neustadt. Der Neustadter Stadtrat hat am Dienstag (3. Februar) getagt. Themen waren unter anderem Verkaufsoffene Sonntage und die Grünfläche am Böbig.
Stadtrat beschließt vier Termine der Verkaufsoffenen Sonntage zwischen April und November
Der Stadtrat hat den Vorschlag der Verwaltung angenommen und die Termine der verkaufsoffenen Sonntage in Neustadt an der Weinstraße für dieses Jahr beschlossen.
Diese sind:
12. April – anlässlich des Frühlingsmarkts auf dem Marktplatz und der Veranstaltung „Rosa Leuchten im Glas“
3. Mai – anlässlich des Deutsch-Französischen Bauernmarkts mit Blumen- und Gartenmarkt sowie des Zunftbaumfest und der Veranstaltung „Sauvignon Blanc“
4. Oktober – anlässlich des Deutschen Weinlesefests
8. November – anlässlich des Bauernmarkts
Die Freigabe erfolgt auf Grundlage des Ladenöffnungsgesetzes Rheinland-Pfalz im Zusammenhang mit bestimmten Veranstaltungen.
Böbig: Stadtrat vergibt Auftrag für neue Grünfläche
Die Umgestaltung der Grünfläche zwischen der Robert-Stolz-Straße und dem Harthäuserweg im Stadtteil Böbig kann in Kürze beginnen: Der Stadtrat hat beschlossen, den Auftrag an eine Garten- und Landschaftsbaufirma aus dem rheinhessischen Guntersblum zu vergeben. Die Kosten belaufen sich auf etwa 564.000 Euro.
Die 3200 Quadratmeter große Freifläche wird im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) zu einem grünen Generationen-Treffpunkt umgestaltet. Ziel ist es, das bislang unattraktive Areal vielfältig nutzbar zu machen und ökologisch aufzuwerten. Es soll künftig einen Beitrag zur Erholung, zur Begegnung im Stadtteil, zum Naturschutz sowie zur stadtklimatischen Entlastung leisten. Aufgrund ihrer zentralen Lage verfügt die Fläche über ein großes Potenzial als wohnortnaher Begegnungsraum.
Planung als Ergebnis der Bürgerbeteiligung
Die Planung orientiert sich an den Ergebnissen einer Bürgerbeteiligung: Vor Ort wurde die Einwohnerschaft einbezogen. Ein Anliegen dabei war der Wunsch nach einem ruhigen Treffpunkt mit schattenspendenden Bäumen und attraktiven Sitzmöglichkeiten. Bestehende Wegeverbindungen sollen jedoch erhalten bleiben. Daher werden nun einige Trampelpfade befestigt.
Es werden Bäume und Stauden neu gepflanzt und unter anderem mit Totholzstapeln, Insektenhotels sowie Nist- und Brutplätzen für Vögel die Biodiversität gesteigert. Sitzgruppen und Sitzmauern laden künftig zum Verweilen ein. Ein neuer kleiner zentraler Platz soll auch für Veranstaltungen, beispielsweise durch das Stadtteilmanagement, genutzt werden können. Vorgesehen ist ein Stromanschluss und ein Trinkwasserbrunnen. Wegen des Gefälles wird das Gelände in Terrassen gegliedert. Die Bäume am Rand bleiben.

Haltestelle Böbig in Neustadt.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Städtebauprojekt trägt Früchte
Die Maßnahme wird über das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ von Bund und Land gefördert. Los geht es in den nächsten Wochen. Die Bauzeit wird drei bis vier Monate betragen.
Das Städtebauprojekt Böbig läuft seit 2018 und trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil mit seinen rund 2.750 Einwohnerinnen und Einwohnern bei. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Millionen Euro investiert, unter anderem in den Abenteuerspielplatz, die Sanierung des Harthäuserwegs sowie den Bau eines Fuß- und Radwegs zwischen Bahnstrecke und Abenteuerspielplatz. Weitere Maßnahmen sind bereits in Planung oder befinden sich in der Umsetzung, darunter die Umgestaltung des Umfelds des Bahnhaltepunkts Böbig.
Im Stadtteil Böbig wird bei der Entwicklung der öffentlichen Räume gezielt auf unterschiedliche Bedürfnisse geachtet. Während der Abenteuerspielplatz vor allem Familien, Kinder und Jugendliche anspricht, schafft die Grünfläche an der Robert-Stolz-Straße auch Begegnungsmöglichkeiten für ältere Menschen. Ergänzt wird das Engagement durch den Stadtteiltreff im Knappengraben, der seit vier Jahren besteht und nun erweitert werden soll.
Landesgartenschau soll verschoben werden
Der Neustadter Stadtrat hat am Dienstagabend einstimmig grünes Licht für eine Verschiebung der Landesgartenschau (LGS) gegeben. Statt wie ursprünglich geplant im April 2027, soll die Großveranstaltung nun erst im April 2028 starten.
Vor etwa zwei Wochen hatte die LGS-Gesellschaft empfohlen, den Termin um ein Jahr nach hinten zu verlegen – Grund sind erhebliche Verzögerungen bei zentralen Bauvorhaben. Nach Einschätzung der Gesellschaft entstehen durch die Verschiebung zusätzliche Kosten von rund 2,7 Millionen Euro.
Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) betonte jedoch, dass das Land Rheinland-Pfalz eine spürbare finanzielle Unterstützung zugesagt habe. Im Stadtrat wurde die Entwicklung einhellig bedauert, gleichzeitig stuften mehrere Sprecher die Verschiebung als unumgänglich ein.
Manche Redner sahen in dem späteren Termin sogar die Möglichkeit, die Gartenschau qualitativ noch hochwertiger und attraktiver zu gestalten. Mit dem Beschluss des Stadtrats ist der neue Zeitplan allerdings noch nicht endgültig fixiert. Die Gesellschafterversammlung der LGS-Gesellschaft muss dem noch zustimmen – das gilt jedoch als reine Formalie. Auch die Genehmigung durch die Landesregierung wird nach Aussage von OB Weigel erwartet.

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