
Zukünftiges Sportgelände der LGS (Dezember 2025)
Quelle: Pfalz-Express/Ahme
Neustadt an der Weinstraße – Die Landesgartenschau in Neustadt an der Weinstraße könnte um ein Jahr verschoben werden. Das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt Neustadt und die Landesgartenschau 2027 Neustadt an der Weinstraße gGmbH prüfen derzeit gemeinsam, ob die Veranstaltung statt im Frühjahr 2027 erst 2028 stattfinden soll.
Grund dafür sind erhebliche Verzögerungen im Bauablauf, die einen pünktlichen Start unmöglich machen könnten. In einer gemeinsamen Erklärung vom 20. Januar 2026 gaben die Beteiligten bekannt, dass nach intensiven Beratungen mit Planern, Experten und der Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz mbH festgestellt wurde, dass zentrale Baumaßnahmen erst im Juni 2027 abgeschlossen sein könnten – etwa zehn Wochen später als geplant.
Dies würde bedeuten, dass Bepflanzungen und Aussaat erst im Frühjahr 2027 beginnen könnten, was den geplanten Eröffnungstermin am 15. April 2027 gefährdet. Dadurch würde eine komplette Jahreszeit für die Gartenschau verloren gehen, was die Qualität und das Erlebnis für Besucher beeinträchtigen könnte.
Die Verschiebung soll sicherstellen, dass die Schau ohne Abstriche in der Geländegestaltung und der Gesamterlebnisqualität durchgeführt werden kann. „Der Wunsch der Landesgartenschaugesellschaft nach einer Verschiebung wird sehr ernst genommen“, hieß es von Seiten der Stadt und der Landesregierung. Es sei allen Beteiligten bewusst, wie viel Verantwortung, Arbeit und Herzblut in diesem Projekt stecke.
Stadt und Land stehen in einem „engen, offenen und vertrauensvollen Austausch“, um die Ausgestaltung einer möglichen Unterstützung zu besprechen. Voraussetzung dafür ist eine transparente Aufstellung der durch die Verschiebung entstehenden Kosten im Durchführungshaushalt.
Die Entscheidung soll zeitnah fallen, sobald die zuständigen Fachgremien ihre Bewertung abgeschlossen haben. Das Ziel bleibt eine starke und erfolgreiche Landesgartenschau – nun möglicherweise 2028 –, die Neustadt an der Weinstraße nachhaltig stärkt und durch Verlässlichkeit und Zusammenarbeit getragen wird.

Quelle: Pfalz-Express (Dezember 2025)
Die Verzögerungen resultieren aus mehreren Widrigkeiten bei baulichen Maßnahmen. So kam es beim Sportpavillon zur Insolvenz einer Ende 2025 beauftragten Baufirma, und bei der Unterführung unter der ICE-Trasse Neustadt-Mannheim gab es weitere Komplikationen.
Diese Faktoren kumulieren in einem straffen Zeitplan mit vielen Abhängigkeiten und führen zu einer kaum aufholbaren Verzögerung. Anne Pieper, Geschäftsführerin der LGS-Gesellschaft, erläuterte: „Wir haben bereits in den letzten Monaten beim Zeitplan alles herausgeholt, was möglich war.
Aber beim Bau sind die Gewerke voneinander abhängig und können nicht beliebig verschoben werden – wie beim Hausbau, wo der Fliesenleger eben noch nicht loslegen kann, solange der Estrich nicht trocken ist.
Wir empfehlen deshalb, eine Verschiebung zu prüfen.“Neustadts Oberbürgermeister Marc Weigel betonte die Bedeutung des Projekts: „Unsere Landesgartenschau ist ein komplexes Leuchtturmprojekt mit langfristiger positiver Wirkung für die Stadtentwicklung.
Wir müssen uns genau jetzt damit befassen, denn in einem halben Jahr sind einfach zu viele Aufträge für die Durchführung der Veranstaltung erteilt, die kostenintensiv korrigiert werden müssten. Auch aus unserer Sicht ist es daher richtig und verantwortungsvoll zu prüfen, ob die Landesgartenschau unter den neuen Rahmenbedingungen noch wie geplant in 2027 umgesetzt werden kann.“Bereits beschlossene und laufende Bauprojekte bleiben von einer möglichen Verschiebung unberührt und werden wie geplant fortgesetzt. Ebenso gehen keine bereits bewilligten Fördermittel verloren.

Zukünftiges Sportgelände der LGS
Quelle: Pfalz-Express (Dezember 2025)

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