
Herzlicher Empfang: Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kandel, Volker Poß.
Fotos: pfalz-express.de/Licht
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VG Kandel – Die Stärkung des ländlichen Raumes und die Bewältigung des demografischen Wandels sind die Hauptthemen der Sommerreise von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).
Am vierten Tag standen Termine in der Verbandsgemeinde Kandel und auch in der Ortsgemeinde Kingenmünster auf dem Programm. In Kandel ging es vorrangig um „Handfestes“ – die Wirtschaftskraft.
Bei ihrer ersten Station in Freckenfeld informierte sich die Ministerpräsidentin über den neu gegründeten Dorfladen. Verbandsbürgermeister Volker Poß, Ortsbürgermeisterin Gerlinde Jetter-Wüst und viele Freckenfelder begrüßten Dreyer bei ihrer Ankunft.
Bei der Besichtigung des noch nicht ganz fertigen Dorfladens waren zwar die Regale noch leer, aber schon jetzt gibt es viel Zuspruch und Vorfreude auf die Eröffnung im Oktober. Der Verein „Dorfladen“ mit über hundert Mitgliedern steht engagiert hinter dem Projekt.
Mit dem angeschlossenem Bouleplatz und dem gegenüberliegenden Bürgerhaus ist damit das Dorfzentrum als Treff-, Einkaufs- und Dienstleistungszentrum komplett. Das Projekt war vom Land mit rund einer Million Euro gefördert worden – bei diesem Ergebnis habe man das gerne getan, sagte Dreyer.
„Tolle Stadt“
In Kandel sprach Malu Dreyer bei ihrem Gang durch die Hauptstraße mit Einzelhändlern über attraktive Innenstädte. Stadtbürgermeister Günther Tielebörger war sichtlich stolz auf „sein“ Städtchen: Für eine Stadt dieser Größe (etwa 10.000 Einwohner) habe Kandel ausnehmend viel zu bieten – eine richtige Einkaufsstadt eben mit viel Aktivität und Aktionen.
Nachdem die Ministerpäsidentin bei Juwelier Pietrov speziell angefertigte „Kandel-Ringe“ bewundert hatte, sprach Dreyer in der Eisdiele „La Rosa Rossa“ mit Vertretern des Vereins Handel und Gewerbe.
Die Vorsitzenden Guido Pausch, Karlheinz Schöttinger und Melanie Sass diskutierten über verkaufsoffene Sonntage und die Konkurrenz durch den Online-Handel. Schöttinger insistierte besonders beim Thema verkaufsoffene Sonntage – ob es da auf der gesetzlichen Ebene nicht mehr Flexibilität geben könne?
Dreyer entgegnete, man könne kein Gesetz machen, das ständig Ausnahmen zulasse. Jede Gemeinde habe ihre Tage zur Verfügung, die sie nutzen könnten „oder auch nicht“.
Ansonsten sei der Ruhetag ein Wert, den man nicht einfach aufheben könne: „Es müssen sowieso schon zu viele Berufsgruppen an Sonn- und Feiertagen arbeiten.“ Die Landesregierung habe versucht, einen für Alle tragfähigen Kompromiss auszuarbeiten. Bislang sind vier Sonntage im Jahr zulässig.
Dreyer lobte das Engagement der VHG: „Ein starker Verein.“ Auch gegen Ladenleerstände helfe die hohe Eigeninitiative der ortsansässigen Einzelhändler immer noch am besten.
Die Ministerpräsidentin plädierte für einen an die lokalen Geschäfte angeschlossenen Online-Handel als Kombination beider Einkaufsmöglichkeiten. Guido Pausch sagte, seine Vision sei es, einen gewissermaßen übergeordneten Kandeler Online-Handel zu etablieren: „Bei dem man alles zusammen aus Kandel bestellen kann.“
Anschließend ging es mit dem Elektromobil der Stadt, der „Flotten Biene“, weiter, die der Stadtbürgermeister persönlich lenkte – und einen dem Namen entsprechenden „flotten“ Kavaliersstart hinlegte.
Fun Forst und Naturschutzgroßprojekt Bienwald
Malu Dreyer wollte auch die „riesen Nummer von Kandel“, den Abendteuer- und Kletterpark „Fun Forest“, besichtigen und ein Gespräch mit den Eigentümern führen.
Dr. Peter Keller, Leiter des Naturschutzgroßprojekts Bienwald, erläuterte der Ministerpräsidentin die Maßnahmen des Projekts und erklärte auch die Planungen zur touristischen Erschließung des Bienwalds.
Niklas Hogrefe, Vorsitzender der Jungen Union Kandel, nutzte indes Gelegenheit, um Malu Dreyer die Dringlichkeit eines schnellen Internets für Kandel mit auf den Weg nach Mainz zu geben.
Das Besuchsprogramm endete in Klingenmünster mit einem Empfang in der Klingbachhalle mit den ortsansässigen Vereinen.
„Ich habe heute Gespräche mit vielen unglaublich engagierten und ideenreichen Menschen geführt, die den sozialen Zusammenhalt und das gute Miteinander in unserem Land stärken“, sagte Dreyer zum Abschied. (cli)

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Nichts für Ungut, ich kenne auch die Umstände nicht wie das Foto gemacht wurde, aber der Herr Poß schaut hier schon etwas Crazy in die Kamera, oder?
Herr Poß hat eben immer gute Laune ist und ist ein aufgeräumter Charakter 🙂
LG, die Red 🙂