Dienstag 18.August 2026

Neustadt ist heiß – Unternehmen passen sich an die hohen Temperaturen an

10. Juli 2026 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional, Regional, Wirtschaft in der Region

Kühle Orte in Neustadt – hier: Elwetritsche-Brunnen
Quelle: Willkomm

Neustadt. Hohe Temperaturen stellen Geschäfte und Kunden in Neustadt vor Herausforderungen. Die Willkomm-Gemeinschaft hat ihre Mitglieder zum Umgang mit der Hitze befragt und zeigt auf, wie lokale Unternehmen reagieren.

Dass Neustadt in diesem Sommer heiß ist, steht außer Frage. 92 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass besonders heiße Tage eine Herausforderung darstellen. 86 Prozent sehen die Hitze auch als Belastung für die Mitarbeiter.

Ebenso viele (86 Prozent) haben festgestellt, dass an Hitzetagen weniger Kunden ins Geschäft kommen. „Damit hat die Hitze leider einen negativen Einfluss auf die lokale Wirtschaft“, sagt Winfried Walther, Vorsitzender der Willkomm-Gemeinschaft.

Allerdings engagierten sich die Neustadter Unternehmen, um ihren Kunden und Mitarbeitern den Aufenthalt angenehmer zu gestalten, ergänzt Vorstandsmitglied Andreas Böhringer.Zu den häufigsten Maßnahmen für Kunden zählen feste oder mobile Klimaanlagen sowie Ventilatoren. Viele Betriebe sorgen zudem für Erfrischung durch Zugang zu Wasser (60 Prozent), kostenlose Getränke (35 Prozent) oder in Einzelfällen Wassereis. Fünf Unternehmen setzen zudem auf Sonnenschirme und andere Beschattungsmöglichkeiten.

Maßnahmen für die Mitarbeiter

Auch für die Beschäftigten, die deutlich länger im Betrieb sind, werden Anpassungen vorgenommen. 70 Prozent der Unternehmen stellen kostenlose Getränke bereit, 43 Prozent passen die Arbeitszeiten an und 37 Prozent gewähren mehr Pausen. Zudem wird die Kleiderordnung an heißen Tagen gelockert.

Blick in die Zukunft

Bei der Frage nach langfristigen Anpassungen an eine zunehmende Zahl von Hitzetagen steht die Klimaanlage klar im Vordergrund. 43 Prozent der teilnehmenden Unternehmen verfügen bereits über Klimatisierung, weitere planen den Ausbau.

Allerdings stoßen manche Betriebe dabei auf Hürden – sei es durch Einwände von Nachbarn oder bauliche Einschränkungen. Weitere Anpassungen betreffen kürzere Schichten, zusätzliche Pausen oder frühere Schließzeiten. 40 Prozent der Befragten verlegen Arbeiten bereits in die frühen Morgenstunden oder erwägen dies.

Einige Unternehmen orientieren sich an südeuropäischen Gepflogenheiten und schlagen eine „Siesta“ während der heißesten Mittagsstunden vor. Als weitere Verbesserungsvorschläge wurden unter anderem Wasservernebelungsstationen und eine stärkere Begrünung der Innenstadt genannt.

Auch einige Kirchen, wie die Stiftskirche in der Innenstadt, bieten an heißen Tagen kühlende Zufluchtsorte. Die Befragung wurde in der Hitzewoche Ende Juni durchgeführt. 46 Prozent der Antworten stammten aus dem Einzelhandel, 49 Prozent aus dem Dienstleistungsbereich und der Rest vor allem aus der Gastronomie.

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse möchte die Willkomm-Gemeinschaft darauf hinweisen, dass Einzelhandel, Dienstleister und Gastronomie auch an Hitzetagen geöffnet sind und sich auf die Temperaturen einstellen.

„Neustadt ist heiß, aber in den Geschäften cool“, bringt die Gemeinschaft die Botschaft auf den Punkt. Gleichzeitig bitten die Unternehmen um Verständnis, wenn an besonders heißen Tagen früher geschlossen oder eine Mittagspause eingelegt wird. „Wir sind sicher, dass wir uns in den nächsten Monaten und Jahren immer besser an diese Gegebenheiten anpassen werden“, so Winfried Walther.

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