
Der Kampfmittelräumdienst hat die Entschärfung wieder vorbildlich gemeistert.
Foto und Galeriebilder: Ahme
Landau. „Wann wird die zehnte, die Jubiläumsbombe gefunden?“ fragten sich die Pressevertreter, die bei der Entschärfung am Samstag am Kohlelager dabei waren. Obwohl man sich schon oft getroffen hat, ist eine Bombenentschärfung sicherlich keine Routine. Auch der Kampfmittelräumdienst will das Wort „Routine“ nicht hören. „Zur Routine darf es nie werden“, sagen die Leute vom Kapfmittelräumdienst. „Sonst wird es gefährlich, weil die Konzentration nachlässt“.
Um 13.50 Uhr teilte der Räumdienst mit, dass auch der neunte Bombenblindgänger in Landau sicher entschärft werden konnte, nachdem um 13 Uhr die Entschärfungsarbeiten begonnen hatten. Die Verzögerung erklärt sich durch die ausgedehnte Reinigung des Zünders und dadurch, dass die Bombe dieses Mal per Hand auf den LKW aufgeladen werden musste.
Bürgermeister Thomas Hirsch hatte sich um 12.30 Uhr noch einmal selbst am Kohlelager informiert und fest gestellt, dass alles nach Plan verlaufe. Züge wurden noch bis 13 Uhr durchgewunken.
„Auch bei der neunten Bombenentschärfung ist man angespannt und jetzt auch erleichtert, dass wieder alles gut gegangen ist. Diesmal sind vor allem die Gewerbetreibenden im Gewerbepark von der Evakuierung betroffen gewesen, denen ich für ihr Verständnis der mit der Entschärfung verbundenen Einschränkungen danken möchte“, erklärte Bürgermeister Hirsch als Ordnungsdezernent.
Auch die Sicherheits- und Hilfskräfte, die mit knapp 60 Einsatzkräften im Dienst waren, zeigten sich mit dem Verlauf und der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Im Einsatz war neben der Feuerwehr, der städtischen Ordnungsabteilung, der Polizei, dem DRK, dem THW und der Gewerbeaufsicht natürlich auch der Kampfmittelräumdienst.
Die im Vorfeld notwendige Evakuierung der im 500m-Radius um die Bomben befindlichen Gebäude verlief ohne Probleme.
„Im Namen der Stadtspitze danke ich erneut allen Beteiligten für ihre Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit, die diesen gelungenen Einsatz möglich gemacht hat und uns diese besondere Herausforderung hat meistern lassen. Besonders danken möchte ich der Deutschen Bahn sowie dem Kampfmittelräumdienst, der auch diesmal die gefährliche Bombenentschärfung souverän erledigt hat“, so der Bürgermeister.
Hirsch weißt in diesem Zusammenhang nochmal darauf hin, dass die Sondierungsmaßnahmen nun wieder mit Hochdruck bis zum Frühsommer weiterlaufen sollen und somit erneute Bombenfunde nicht ausgeschlossen werden können. Die weiteren Sondierungen werden sich auf ein Gebiet beziehen, in dem das Vinzentius Krankenhaus liegt. Überlegungen, die sich auf eine Evakuierung des gesamten Krankenhauses beziehen, werden jetzt schon angestellt und werden dann sicherlich logistisch nicht ganz einfach werden.
Ein besonderes „Mitbringsel“ hatte der Kampfmittelräumdienst für die Landauer bei dieser Entschärfung im Gepäck: Ein auf dem Landesgartenschaugelände gefundener sogenannter Bombenzerscheller war auf Bitten der Stadt entleert und aufbereitet worden, so dass diese künftig auf dem Landesgartenschaugelände ausgestellt werden kann.
Bürgermeister Thomas Hirsch: „Wir wollen damit zum einen mahnend an die schreckliche Kriegszeit erinnern und zum anderen die besonderen Herausforderungen bei der Erschließung des Landesgartenschaugeländes dokumentieren. Dem Kampfmittelräumdienst gilt unser Dank für die besondere und zusätzliche Unterstützung.“ (desa/stadt-landau)

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