Freitag, 09. Dezember 2022

Nato schaltet sich mit Drei-Stufen-Plan in Krim-Krise ein

10. März 2014 | Kategorie: Politik Ausland

Die NATO schaltet sich jetzt in die Krimkrise ein.
Foto: dts nachrichtenagentur

Brüssel  – Die Nato schaltet sich mit einem Drei-Stufen-Plan in die Krise zwischen Russland und der ukrainischen Übergangsregierung ein.

„Wir haben seit Sonntag mehrere wichtige Schritte unternommen“, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in einem Interview mit der „Bild-Zeitung“.

„Erstens bleiben wir wachsam. Die Auswirkungen der Krise auf die Allianz werden von uns gründlich untersucht.“ Das schließe auch die Unterstützung von Mitgliedsländern mit Abwehrsystemen ein. „Ich begrüße auch den Umstand, dass die Vereinigten Staaten weitere Kampfjets für unsere Luftraumüberwachung der baltischen Staaten zur Verfügung gestellt haben.

Das zeigt, dass die Allianz an einem Strang zieht.“ Als weiteren Schritt will das Bündnis die Kooperation mit Kiew verstärken, sagte Rasmussen der „Bild-Zeitung“: „Zweitens werden wir unsere Partnerschaft mit der Ukraine intensivieren und noch besser zusammenarbeiten, um demokratische Reformen zu erreichen. Wir verstärken
unsere Zusammenarbeit mit der politischen und militärischen Führung der Ukraine“, so der Nato-Generalsekretär.

„Wir erhöhen unsere Anstrengungen, die Leistungsfähigkeit der ukrainischen Armee zu verbessern. Dazu gehören gemeinsame Übungen und Ausbildungsprogramme. Und wir werden die Ukraine stärker in unsere hochmodernen, multinationalen Projekte einbinden, mit denen ihre Fähigkeiten weiterentwickelt werden.“ Die dritte Stufe umfasse direkte Maßnahmen gegen Russland, erklärte Rasmussen: „Drittens haben wir deutlich gemacht, dass Russland gegen die Prinzipen verstößt, auf denen unsere Partnerschaft beruht.

Die Planungen für unseren ersten gemeinsamen Militäreinsatz sind abgebrochen.“ Sämtliche Treffen zwischen zivilen und militärischen Mitarbeitern seien aufgeschoben. Die gesamte Bandbreite der Zusammenarbeit zwischen Nato und Russland werde neu bewertet.(dts Nachrichtenagentur)

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