Sonntag 19.Juli 2026

Nato-Mitglieder sagen Ukraine 70 Milliarden Euro für 2026 zu

8. Juli 2026 | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts Nachrichtenagentur

Ankara – Die Nato-Staaten wollen die Ukraine im kommenden Jahr mit Militärhilfe, Ausrüstung und Ausbildung im Umfang von 70 Milliarden Euro unterstützen.

Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Ankara. Die Bündnispartner verpflichten sich außerdem, mindestens ein vergleichbares Unterstützungsniveau auch 2027 aufrechtzuerhalten.

Die Allianz begrüßte zudem die Entscheidung der Europäischen Union, die Ukraine über ein mehrjähriges Finanzierungsinstrument langfristig zu unterstützen.

Zusätzliche Milliarden für die eigene Verteidigung

Unabhängig von der Unterstützung für die Ukraine kündigte die Nato weitere Investitionen in die eigene Verteidigungsfähigkeit an. Für neue Rüstungsbeschaffungen und den Ausbau der Verteidigungsindustrie sind demnach mehr als 50 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Diese Mittel sind nicht Teil der Ukraine-Hilfe, sondern dienen dem Ausbau der militärischen Fähigkeiten des Bündnisses.

Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten beim Gipfel außerdem ihre uneingeschränkte Beistandspflicht nach Artikel 5 des Nato-Vertrags.

Nato rüstet sich gegen neue Bedrohungen

Als zentrale sicherheitspolitische Herausforderung bezeichnete die Nato die langfristige Bedrohung durch Russland und den „anhaltenden Terrorismus“. Bereits 2025 hätten die europäischen Bündnispartner und Kanada ihre Investitionen in die Kernverteidigung um mehr als 139 Milliarden US-Dollar erhöht.

Nun sollen die Produktionskapazitäten für Rüstungsgüter erweitert, Handelshemmnisse innerhalb des Bündnisses abgebaut und Innovationen – insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz – beschleunigt werden.

Die Allianz kündigte den Aufbau einer „modernisierten Nato“ mit stärkerer Verantwortung der europäischen Mitgliedstaaten und Kanadas an. Geplant sind Investitionen in Präzisionswaffen, integrierte Luft- und Raketenabwehr, unbemannte Systeme, Cyber- und Weltraumfähigkeiten sowie eine interoperable transatlantische militärische Cloud.

Nato fordert Iran-Verzicht auf Atomwaffen

Mit Blick auf den Nahen Osten bekräftigte die Nato ihre Forderung, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln dürfe. Zugleich rief das Bündnis Teheran dazu auf, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus uneingeschränkt zu gewährleisten.

(red/ dts Nachrichtenagentur)

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